Wohneigentum in Großstädten wird knapp

15. April 2010 | von

Das Angebot an Wohneigentum in großen deutschen Städten wird knapp. Besonders in Süddeutschland gibt es laut einer Umfrage von immowelt.de wenige Angebote, die dafür umso höhere Kaufpreise haben.

Schlechte Nachrichten für alle, die planen, sich in einer deutschen Großstadt wie Berlin niederzulassen und dies mit dem Kauf eines Hauses oder eine Wohnung zu verbinden: In den Ballungsräumen der Republik stehen aufgrund der hohen Nachfrage immer weniger Wohneigentum-Angebote zur Verfügung. Das ergab jetzt eine Umfrage von immowelt.de, bei der über 3.000 Immobiliensuchende befragt wurden.

Das sinkende Angebot, mit dem 75 Prozent der Interviewten unzufrieden ist, und die daraus resultierende Knappheit an verfügbarem Wohneigentum wirkt sich dabei auch auf die Preise aus: Während die meisten Kaufinteressenten die Preise in ländlichen Gebieten als ausgeglichen empfinden, sind 72 Prozent der Meinung, die Preise in den Großstädten seinen viel zu überteuert. Das gleiche gilt für die Qualität: Diese wird bei Angeboten auf dem Land besser eingeschätzt als in der Stadt, wie die Studie zeigt.

Auch regional sind die Unterschiede interessanter Kaufangebote deutlich spürbar. So stößt, wer in Süddeutschland nach Wohneigentum sucht, auf hohe Preise und wenig Angebote, was es schwer macht, das passende Objekt zu finden. Bessere Aussichten gibt es in Ostdeutschland: Laut der Umfrage wird das Kaufimmobilien-Angebot hier sowohl in Qualität und Quantität als auch im Preis als ausgeglichen bewertet. Zehn Prozent der Befragten, die längere Zeit nach einer Immobilie in den östlichen Bundesländern gesucht haben, gaben sogar an, sinkende Preise festgestellt zu haben.

Laut Stephan Kippes, Professor für Immobilienmarketing und Maklerwesen an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, werden durch die Aussagen der befragten Immobiliensuchenden die Trends der letzten Jahre bestätigt: „In den Ballungsräumen – vor allem im Süden Deutschlands – ist die Anzahl der angebotenen Objekte angesichts einer gestiegenen Nachfrage und einer sehr geringen Produktion neuer Wohnungen gesunken. Entsprechend ist auch bei den Preisen eine relativ stabile beziehungsweise teilweise steigende Tendenz zu beobachten. Die gestiegene Nachfrage resultierte aus einer Umschichtung von anderen Anlageformen in Richtung Immobilienvermögen.“




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2 Kommentare zu Wohneigentum in Großstädten wird knapp

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  2. Also ich finde ja, dass die Immobilien Preise in Norddeutschland (Hamburg und Umgebung) auch nicht mehr ganz sauber sind.

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