GSW-Aktien kosten zwischen 15 und 18,50 Euro

26. April 2010 | von

Die Kritik am Börsengang der Berliner Wohnungsgesellschaft GSW reißt zwar nicht ab, der Fakt als solches steht nach der erfolgreichen Abstimmung im Berliner Abgeordnetenhaus unumstößlich fest. Nun gab das Unternehmen die Details des Börsenganges bekannt.

Dem am Freitag veröffentlichten Börsenzulassungsprospekt der GSW Immobilien AG zufolge plant das Unternehmen den Schritt auf das Börsenparkett am „Prime Standard“ für den 7. Mai 2010. Bevor allerdings der Handel mit den Papieren beginnen kann, werden zwischen dem 26. April und 6. Mai ingesamt 28,33 Millionen Aktien mit einer Preisspanne von 15 bis 18,50 Euro angeboten. Das Unternehmen erhofft sich so einen Nettoemissionserlös von ca. 126,4 Millionen Euro, der vor allem zur Stärkung der Eigenkapitalbasis, für weitere Zukäufe sowie zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten genutzt werden soll.

Mit dem geringeren Ausgabepreis gewährt die GSW einen Preisabschlag auf den Nettovermögenswert, um potentielle Investoren anzulocken. Das vollständige Platzierungsvolumen aller neu angebotenen Aktien zum Mittelwert der Preisspanne sowie aller angebotenen, bereits existiernder Aktien unter Berücksichtigung der geplanten Kapitalerhöhung von circa 140 Millionen Euro wird somit knapp 455,7 Millionen Euro betragen. Für den Fall, dass sämtliche Aktien erfolgreich platziert werden können, beziffert sich der Streubesitz auf 62,7 Prozent.

Erst nach langen Diskussionen und Abstimmungen in Senat und Abgeordnetenhaus hatte Berlin grünes Licht für den Börsengang des Wohnungsunternehmens gegeben. Zuvor hatten sich die beiden Eigentümer Goldman Sachs und Cerberus, die das zuvor langeseigene Unternehmen im Jahr 2004 für 405 Millionen Euro erworben haben, die grundsätzliche Zustimmung des Landes für eine Summe von ca. 30 Millionen Euro „erkauft“. Die GSW besitzt bzw. verwaltet den Angaben zufolge knapp 70.000 mit 130.000 Mietern.




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