Green Buildings – Öko-Immobilien versprechen solide Rendite

10. Mai 2010 | von

Nachhaltigkeit bei Immobilien ist nicht nur ein aktuelles Trendthema ökologisch Korrekter, die den Planeten retten wollen, sondern hat auch positive betriebswirtschaftliche Auswirkungen. „Green Buildings“ versprechen deutlich höhere Renditen als herkömmliche Gebäude. Das geht aus einer „FondsMedia-Studie“ hervor.

Lange galt Umweltschutz als unvereinbar oder wenigstens als hinderlich für wirtschaftliches Wachstum, doch seit einigen Jahren hat sich das Blatt gewendet. Der Umweltschutzgedanke gilt aber nicht nur als hip und chic, sondern erfährt auch eine stetig wachsende wirtschaftliche Bedeutung – sei es als Jobmotor oder Renditegarant für Anleger.

Neben alternativen Energien stehen besonders die sogenannten „Green Buildings“, also nachhaltig gebaute und bewirtschaftete Immobilien, im Fokus der Aufmerksamkeit. Wie viel Potential auf diesem Gebiet vorhanden ist, zeigen aktuelle Zahlen: Wohn- und Geschäftsimmobilien verursachen derzeit rund 40 Prozent des CO2-Ausstoßes in Deutschland, mit modernen Gebäuden lässt sich ein Großteil davon einsparen.

Natürlich achten Investoren nicht vorrangig aus idealistischen Gründen und ökologischer Notwendigkeit auf energieeffiziente Gebäude. Stattdessen spielt die zu erwartende Rendite eine große Rolle – und die könnte laut einer von Hesse Newman Capital in Auftrag gegebenen Studie des Hamburger Analysehauses FondsMedia bei „Green Buildings“ demnächst deutlich höher sein als bei herkömmlichen Immobilien.
Nachhaltige Immobilien würden so Besitzern und Mietern eine ganze Reihe von Vorteilen bescheren.

Augenscheinlichster Punkt sind dabei die kontinuierlichen Kostenvorteile, die dank geringeren Energieverbrauches entstehen. Der sparsamere Umgang mit Energie, Wasser und Abfallentsorgung würde in modernenen Bürogebäuden durchschnittlich 30 bis 33 Prozent der Nebenkosten einsparen. Selbst den höheren Baukosten würden bereits nach 20 Jahren eine zehnmal so hohe Kostenersparnis gegenüberstehen.

Die anhand empirischer Daten aus den USA erstellte Studie kommt auch zu einer Erkenntnis, die besonders die Arbeitgeber freuen wird: In „Green Buildings“ steigt die Produktivität der darin arbeitenen Menschen um fünf Prozent, was auf eine höhere Arbeitszufriedenheit sowie weniger Fehlleistungen und Fehltage zurückzuführen ist.

Selbst für Mieter sind „Green Buildings“ der Brunnen der Glückseligkeit. Obwohl die Mieten ca. 13 Prozent über herkömmlichen Gebäuden liegen – das freut nur den Vermieter-, steigt die Zufriedenheit der Mieter um 27 Prozent.

Kein Wunder also, dass ökologisch einwandfreie Gebäude ihren Investoren neben einer höheren Auslastung auch einen um 10 Prozent höheren Immobilienwert bescheren. „Green Buildings bieten messbare ökonomische Vorteile. Nachhaltigkeit ist bei Immobilieninvestments daher ein hart zu kalkulierender Faktor“, analysiert Marc Drießen, Vorstand der Hesse Newman Capital AG, das Ergebnis der Studie.




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