Günstige Mieten in Berlin: Selbst in Trendbezirken niedrige Preise

18. Mai 2010 | von

In Berlin lässt es sich günstig leben: Die Mietpreise in der deutschen Hauptstadt liegen mit 6,56 Euro nur knapp über dem Bundesdurchschnitt. Selbst in zentrumsnahen Bezirken finden sich moderate Quadratmeterpreise, wie jetzt ein Marktbericht des Immobilienportals immowelt ergeben hat. Die niedrigen Mieten könnten jedoch aufgrund der zunehmenden Urbanisierung wieder steigen.

Das Wohnen in der Bundeshauptstadt Berlin ist nicht nur beliebt, sondern durchaus auch bezahlbar. So liegen die Mieten in der Metropole laut eines Marktberichtes des Immobilienportals immowelt.de mit 6,56 Euro pro Quadratmeter nur knapp über dem Bundesdurchschnitt von 6,31 Euro. In der Metropole lässt es sich also kaum teurer leben als im Rest Deutschlands – verglichen mit Hamburg sogar um fast 3 Euro pro m² günstiger.

Besonders preiswert mieten kann man in Traditionsbezirken wie Charlottenburg, Wilmersdorf und Zehlendorf: Der Quadratmeter kostet hier 5 bis maximal 19 Euro. Zu den günstigsten Bezirken zählt das östlich gelegene Hellersdorf mit durchschnittlich 4,28 Euro.

Etwas teurer, angesichts der beliebten Lage jedoch immer noch moderat im Preis sind laut immowelt.de zentral gelegene Bezirke wie Friedrichshain und Kreuzberg mit Mietpreisen von durchschnittlich 7 Euro je Quadratmeter; Im Szenebezirk Prenzlauer Berg zahlt man im Schnitt 8 Euro. Etwas teurer wird es in Berlin-Mitte, wo der Quadratmeter durchschnittlich 13 Euro kostet und je nach Ausstattung auf bis zu 30 Euro steigen kann.

Die niedrigen Mietpreise in Berlin drohen allerdings langfristig wieder zu steigen, vermuten Experten. Grund ist die immer höhere Nachfrage junger Menschen nach Wohnraum in deutschen Metropolen. So ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW), dass immer mehr Menschen aus ländlichen Regionen in die Großstädte ziehen und die Mietpreise damit in die Höhe treiben. Die Stadtbevölkerung wachse gegen den Trend, sagt DIW-Experte Martin Gornig.

Die Alternative ist der Erwerb von Wohneigentum: Laut immowelt.de ist dieses in Berlin zwar im Verhältnis zu den preiswerten Mieten recht teuer, mit durchschnittlich 1.962 Euro pro Quadratmeter für eine Großstadt jedoch immer noch günstig. So sind beliebte Stadtteile wie Schöneberg, Friedrichshain und teilweise Kreuzberg mit durchschnittlich etwa 2.200 Euro pro Quadratmeter nicht gerade preiswert, für eine europäische Hauptstadt seien die Preise allerdings moderat. Von teuer könne man in Bezirken wie Wilmersdorf sprechen: Hier kostet der Quadratmeter bis zu 7.400 Euro. In Neukölln hingegen lässt sich Wohneigentum schon für unter 1.000 je Quadratmeter finden.




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2 Antworten auf Günstige Mieten in Berlin: Selbst in Trendbezirken niedrige Preise

  1. Pingback: Tweets die Günstige Mieten in Berlin: Selbst in Trendbezirken niedrige Preise - Immobilien-News und Info - immobilo.de erwähnt -- Topsy.com

  2. mieterin berlin sagt:

    Ich kann nur sagen, dass ich 2004 einen Mietvertrag für eine DACHGESCHOSS – Wohnung in Prenzlauer Berg unterschrieben habe. Damals kostete die 76m² Wohnung WARM inkl. Nebenkosten 650€

    Nun, nur 6 Jahre später kostet sie weit über 1100,- in der Neuvermietung – KALT

    Das ist reine Immobilienspekulation und Bevölkerungsvertreibung, und wie man sehen kann auf den Immobilienportalen: DIE Wohnungen werden nicht mehr vermietet, sie stehen monatelang leer.

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