Hohe Mieten: Frankfurt ist die zweitteuerste Stadt der Bundesrepublik

25. Mai 2010 | von

Die Mietpreise in Frankfurt am Main reichen mit durchschnittlich circa 11 Euro pro Quadratmeter inzwischen an die der teuersten Stadt München heran, wie ein Marktbericht des Immobilienportals Immowelt ergab. Die Mietbelastung ist für die Frankfurter damit sehr hoch und günstig mieten lässt es sich nur in den Randbezirken der Stadt. Beim Eigentumserwerb sieht es nicht besser aus: Auch der Wohnungskauf ist in Frankfurt überdurchschnittlich teuer.

Dass die Mieter auf dem Münchner Wohnungsmarkt tiefer in die Tasche greifen müssen, als überall sonst in der Bundesrepublik ist bekannt. Überraschend ist jedoch das Ergebnis des aktuellen Marktberichts vom Immobilienportal Immowelt. Demnach hat die bayerische Landeshauptstadt in den letzten Jahren einen Konkurrenten in punkto teure Wohnungsmieten bekommen: die Mainmetropole Frankfurt.

Als frisch gekürte zweitteuerste Großstadt Deutschlands liegt die Nettokaltmiete für Wohnungen dort bei durchschnittlich 11,08 Euro pro Quadratmeter und damit nur noch 1,06 Euro unter dem Münchner Durchschnitt. Und obwohl die Mieten eine vergleichbare Höhe erreicht haben, stellen sie für die Frankfurter eine größere Belastung dar, denn in der Stadt am Main beträgt die Kaufkraft 114 Prozent des deutschen Durchschnitts – in München dagegen 136 Prozent.

Eine Frankfurter Wohnung in zentraler oder begehrter Mainuferlage schlägt laut Immowelt mit durchschnittlich über 12 Euro je Quadratmeter zu Buche. Spitzenreiter ist jedoch das zentrumsnahe Westend: Im südlichen Bereich befindet sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei ganzen 15,14 Euro und kann je nach Ausstattung auf bis zu 30,83 Euro klettern. Und auch in der Frankfurter Innenstadt sind Mietpreise von bis zu 30 Euro je Quadratmeter keine Seltenheit. Zum Vergleich: In der Bundeshauptstadt Berlin kostet der Quadratmeter im unmittelbaren Zentrum Berlin-Mitte durchschnittlich 13 Euro.

Etwas preiswertere Gegenden lassen sich in Frankfurt allerdings immer noch finden. So liegen die Mieten laut Immowelt in ufernahen Gegenden von Sachsenhausen bei im Schnitt 12,10 Euro und im ebenfalls relativ zentral gelegenen ehemaligen Arbeiterbezirk Gutleutviertel lässt sich der Quadratmeter schon ab 6 Euro mieten. Günstiger leben lässt es sich auch in Randgebieten wie dem östlichen Bergen-Enkheim, wo der Quadratmeter durchschnittlich 9,30 Euro beträgt.

Wer sich angesichts der hohen Mietpreise alternativ nach Eigentum umsieht, wird in Frankfurt enttäuscht. Auch die Kaufpreise für Wohnungen liegen mit 2.619 Euro pro Quadratmeter in Frankfurt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Stolze 3.200 Euro je Quadratmeter werden durchschnittlich in den zentralen Vierteln der Mainmetropole verlangt und selbst im bahnhofsnahen Gallusviertel sind es 2.754 Euro. Wer sich das nicht leisten kann, ist wie bei Mietwohnungen auf die Randgebiete angewiesen. In Höchst ist der Quadratmeter einer Eigentumswohnung im Schnitt schon für 1.700 Euro erhältlich.




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