Hamburg: Geschäft mit Eigentumswohnungen boomt

28. Mai 2010 | von

Eigentumswohnungen in Hamburg sind so gefragt wie nie. Die Gründe für den Trend sind gute wirtschaftliche Voraussetzungen in der Hansestadt sowie demographische Entwicklungen.

Stadtflucht adé: Statt in ländliche Regionen zieht Jung und Alt wieder in Deutschlands Großstädte. Und das nicht nur zur Miete, sondern zu einem immer größeren Anteil als Wohneigentümer. Besonderen Grund zur Freude haben die Makler der Hansestadt Hamburg; hier ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen deutlich gestiegen. So zählte man beim Immobilienvermittlungsunternehmen Grossmann & Berger innerhalb von einer Woche 135 Anfragen von Kaufinteressenten und damit doppelt so viele wie sonst, sagte der Leiter Wohn-Projekte bei Grossmann & Berger, Frank Stolz, gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“. Nicht jede Nachfrage bedeute zwar am Ende auch einen Abschluss, doch seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 scheint das Interesse an der Immobilie wieder erwacht zu sein.

2009 hat Grossmann & Berger laut Frank Stolz 40 Prozent mehr Neubauwohnungen verkauft als im Jahr zuvor – eine Fortsetzung des Trends wird erwartet. Die höhere Nachfrage hat dabei jedoch ihre Konsequenzen. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, sind steigende Preise die Folge des knappen Angebots, das wiederum auf die geringe Anzahl geeigneter Grundstücke in den richtigen Lagen zurückzuführen ist. So sind nach Grossmann & Berger Neubauwohnungen in Hamburg in den letzten vier Jahren um durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr teurer geworden. Grund seien jedoch nicht steigende Baukosten oder höhere Anforderungen an die Energieeffizienz der Gebäude, sondern einzig und allein die steigende Nachfrage, so Stolz.

Dass gerade in der Hansestadt Wohneigentum so boomt, kommt nicht von irgendwo. Bundesweit kann Hamburg nicht nur das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf verzeichnen, sondern auch die höchste Erwerbstätigenquote. Gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ sagt die HSH Nordbank, die Stadt gehöre in Deutschland sowie Europa zu den wettbewerbsfähigsten Regionen und könne in den nächsten Jahren mit steigenden Einwohner- und Haushaltszahlen rechnen – Das wiederum würde für eine weiter steigende Nachfrage am Wohnungsmarkt sorgen.

Wie Björn Dahler vom Maklerunternehmen Dahler & Company gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ sagt, hat sich insgesamt der Markt in Hamburg zugunsten der Eigentumswohnungen verschoben. Deren Verkaufserlöse seien im vergangenen Jahr um 10 Prozent gestiegen und das nicht ohne Grund. Dahlers Theorie: „Wohlhabende im Ruhestand tauschen ihre Häuser gegen luxuriöse Wohnungen im innerstädtischen Bereich. Viele Käufer suchen Wohneigentum nur noch im Innenstadtbereich, in denen Einfamilienhäuser und Villen traditionell rar sind.“ So etwa die Neubauwohnungen in der Hamburger HafenCity, wo die Zahl der verkauften Wohnungen im Wert von einer Million Euro bereits jetzt um ein Drittel gestiegen ist. Ein weiterer Grund für den Boom der Eigentumswohnungen ist die steigende Zahl von Single- und Zwei-Personen-Haushalten und zu guter Letzt die zunehmende Verwendung der eigenen Wohnung als Kapitalanlage.




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