Das zweitgrößte deutsche Energieversorgungsunternehmen RWE hebt die Strompreise zum 1. August um 7,3 Prozent an und führt damit den Trend kontinuierlich steigender Energiepreise fort: Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft zahlen deutsche Haushalte für Strom und Energie 74 Prozent mehr als vor zwölf Jahren.

Verbraucher müssen für Energie immer tiefer in die Tasche greifen.
Dabei steht RWE mit dem Heraufsetzen der Strompreise nicht allein da: Rund die Hälfte der deutschen Stromversorgungsunternehmen hat 2010 bereits Preiserhöhungen durchgesetzt und nach Angaben des Verbraucherportals Verivox haben 435 der rund 900 Stromversorger weitere Preiserhöhungen um durchschnittlich 6 Prozent angekündigt. Um ihre Stromrechnungen bangen müssen jedoch nicht alle: Viele neuere Anbieter können Strom zurzeit verhältnismäßig günstig an der Verbraucher weitergeben, da die Preise an der Strombörse gesunken sind. Die großen Versorger hingegen haben ihren Haushaltsstrom meist schon weit im Voraus bei den Kraftwerken gekauft, als die Preise noch höher lagen. So haben die unterschiedlichen Beschaffungsstrategien der einzelnen Unternehmen eine derart uneinheitliche Preispolitik zur Folge.
Eine neue Erscheinung sind die ständigen Preiserhöhungen der Stromkonzerne nicht: Ein Zwölf-Jahres-Rückblick, basierend auf aktuellen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zeigt, dass die durchschnittlichen Kosten für Strom, Erdgas und Benzin etwa eines Drei-Personen-Haushalts seit 1998 um ganze 74 Prozent auf jährlich 5073 Euro gestiegen sind – das bedeute eine monatliche Mehrbelastung von 180 Euro. 2008 schlugen die Kosten für Energie sogar mit 5.633 Euro zu Buche. Laut IW ist die Hauptursache dafür der Anstieg der globalen Energiepreise, der durch die starke Nachfrage von Ländern wie China und den USA angetrieben wurde.
Zudem hatte der Staat durch die Einführung der Ökosteuer, Umlagen für erneuerbare Energien und die Kraft-Wärme-Kopplung preistreibend gewirkt. Und auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent habe ihren Teil zur Erhöhung der Energiekosten beigetragen. Gerade jene Verbraucher, die in schlecht isolierten Häusern leben, sowie Pendler, die auf dem Weg zur Arbeitsstelle auf ein Auto angewiesen sind, trifft die Preisentwicklung sehr hart. Nach Einschätzungen von Experten dürfte auch der Trend zu sparsameren Fahrzeugen und effizienterer Haushaltstechnik den Anstieg der Energiekosten nicht aufhalten.






es ist schon komisch. Die EDF in Frankreich hat in diesem Zeitraum die Strompreise in gleichem Masse angehoben. Der Unterschied ist allerdings , dass Frankreich praktisch keine Erneuerbaren Energien hat. Also kanns nicht an der Sonne und dem Wind liegen.
Genau mein reden!