Berliner Mieter stehen bei ihren Wohnungsvermietern weiterhin mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag in der Kreide. Der Schuldenstand ist zwar seit Jahren rückläufig, hatte sich 2009 aber deutlich abgebremst. Zudem drohen durch die Pläne der Bundesregierung zukünftig wieder wachsende Mietschulden, so der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), der knapp 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin bewirtschaftet.

Mietschulden der Berliner sinken - noch
2008 konnten sich die Wohnungsunternehmen noch einen Rückgang der Mietschulden um insgesamt 11,6 Millionen Euro verzeichnen, auch in den Jahren zuvor gab es eine ähnlich hohe Verringerung der ausstehenden Mieten. Doch damit könnte zukünftig Schluss sein, wenn sich die Bundesregierung mit ihren Plänen zur Kürzung des Wohngeldes durchsetzt.
„Ausgerechnet jetzt am Wohngeld zu sparen hieße, die langfristige Dynamik der Wirtschaftskrise nicht zu begreifen“, warnt Kern vor den möglichen Folgen einer Wohngeldkürzung. Auch für die Mietschuldenstände und betroffene Mieter hätte es katastrophale Auswirkungen. „Wenn Bundesbauminister Peter Ramsauer seine unsozialen Kürzungspläne beim Wohngeld durchsetzt, müssen wir in Berlin mit deutlich steigenden Mietschulden rechnen“, warnte Kern. Mieter würden so in eine schwierige Lage gebracht, ihnen droht schlimmstenfalls die Kündigung. Zwar würden die Wohnungsunternehmen versuchen, die Mieter zu halten, doch können sie sich ein Ansteigen der Mietschulden „angesichts der niedrigen Berliner Mieten“ nicht leisten, so Kern.






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