Verbraucherschützer kritisieren falsche Kennzeichnung von Klimaanlagen

22. Juli 2010 | von

Wer in den letzten Tagen ein Klimagerät ergattert hat, konnte sich glücklich schätzen – zumindest bis zur nächsten Stromrechnung, denn auch als „Öko“ titulierte Klimageräte zeigen sich in Wahrheit ziemlich stromhungrig und wenig umweltfreundlich. Verbraucherschützer bemängeln die irreführenden und teils sogar falschen Angaben, mit denen die Geräte beworben werden – und haben etliche Anbieter abgemahnt.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und sechs Verbraucherzentralen haben insgesamt 35 Unternehmen abgemahnt, die mobile Klimaanlagen mit fehlenden, falschen oder scheinbar positiven Angaben in Bezug auf deren Energieeffizienz und Energieverbrauch beworben haben. Auch Angaben wie “voll ökologisch” oder “hoch effizient” wurden von den Verbraucherschützern bemängelt, da die Geräte im Gebrauch durch einen besonders hohen Stromverbrauch alles andere als umweltfreundlich sind. Auch Unternehmen, die die in den Geräten genutzten, zum Teil klimaschädlichen Kältemittel als “umweltschonend” oder “umweltfreundlich” bezeichneten, flatterte eine Abmahnung ins Haus.

So hatte ein Hersteller eines seiner Produkte als „Öko“ bezeichnet, obwohl es laut EU-Energielabel in die Energieeffizienzklasse „E“ eingeordnet ist. Die Skala der Energieeffizienz reicht von A (geringer Verbrauch) bis G (hoher Verbrauch), das beanstandete Gerät ist demnach alles andere als Öko, sondern ziemlich stromhungrig.

Doch nicht nur die Hersteller bekamen Ärger mit den Verbraucherschützern. Auch Baumärkte und Versandhäuser wurden wegen ungenügender, falscher oder fehlender Angaben zu Energieeffizienz und Energieverbrauch abgemahnt. In einem Beispiel wurden Energieeffizienz und Energieverbrauch nur mit ausländischen Etiketten ausgezeichnet, in anderen Fällen wurden Geräte mit schädlichen Kältemitteln als ökologisch oder umweltfreundlich bezeichnet. Korrekt ausgezeichnete und sparsame Klimageräte finden Sie hier.

Die Verbraucherschutzzentralen gehen seit 2009 gegen Unternehmen vor, die ihre Produkte fälschlicherweise mit Klimaschutzargumenten bewerben. Im Rahmen der aktuellen Aktion wurden 35 Unternehmen abgemahnt.




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