Schimmelgefahr: bei schwül-heißem Wetter nicht lüften

23. Juli 2010 | von

Das richtige Lüften der Wohnung ist ein Buch mit sieben Siegeln, speziell, wenn die Wetterbedingungen wie derzeit von einem Extrem ins andere kippen. Wer nach der wochenlangen Hitze nun die Fenster aufreißt, um die Wohnung zu kühlen, sollte sich das zweimal überlegen, denn wer falsch lüftet, könnte sich Schimmel ins Haus holen. Das erklärte der Verband Privater Bauherren (VPB).

Die Dauerhitze der letzten Wochen machte nicht nur den Klimaanlagen der ICEs schwer zu schaffen, auch viele Wohnungen haben sich derart aufgeheizt, daß nur noch Kampieren vor dem geöffneten Kühlschrank oder das genausowenig empfehlenswerte Aufstellen eines mobilen Klimagerätes Abhilfe versprach. Besonders dichtbesiedelte Städte kühlten auch während der Nacht nur wenig ab, sodass nicht mal das empfehlenswerte Lüften während der Abend- und Nachtstunden nennenswerte Erfolge brachte. Die derzeitige Abkühlung mit regnerischen Tagen kommt also gerade recht, doch wirklich kalt wird es dennoch nicht. Hausbesitzer und Mieter sollten deshalb einige Dinge beachten.

So ist Lüften an heißen, schwülen Tagen generell nicht empfehlenswert, wie der Bausachverständige Thomas Penningh vom Verband Privater Bauherren (VPB) verdeutlicht. Das habe einfache physikalische Gründe: Die „warme Luft zieht immer zur kalten Seite hin. Ist es also draußen schwül und wärmer als drinnen, zieht die schwülwarme Luft ins kühle Haus. Und mit ihr die Feuchtigkeit!“. An schwülen Tagen sollte prinzipiell erst abends oder nachts gelüftet werden – und dann auch nur kurz. Dauerlüften mit gekipptem Fenster sei wenig empfehlenswert, so der Experte, da der schmale Spalt nur minimalen Luftaustausch zuließe. Stattdessen sollte kurz und heftig gelüftet werden. Optimalerweise werden dabei die Fenster in zwei gegenüberliegenden Räumen für fünf bis zehn Minuten komplett geöffnet. „Der Durchzug weht die Feuchtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinaus“, so Penningh.




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