Angesichts erneuter Verzögerungen beim geplanten Anlegerschutzgesetz hat nach dem Branchenschwergewicht KanAm Grundinvest ein weiterer offener Immobilienfonds die Aussetzung seiner Anteilsrückkäufe verlängert.

Schlechte Karten für Anleger: Offene Fonds bleiben dicht
Medienberichten zufolge hoffe man im SEB Asset Management auf die Rückkehr von Klarheit und Stabilität in die Immobilienfondsbranche – diese soll der für Ende August erwartete Kabinettsbeschluss zum geplanten Anlegerschutzgesetz bringen. So soll ImmoInvest die Rücknahme von Anteilscheinen wieder aufnehmen, sobald eine ausreichende Liquidität gewährleistet werden kann.
Auch KanAm Grundinvest kündigte an, ihr Fondsportfolio den sich neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Das veränderte Gesetz soll im Herbst beschlossen werden und sieht vor, dass die Investoren an eine zweijährige Haltefrist gebunden sind. Privatanleger sollen jedoch Anteile von bis zu 5.000 Euro monatlich zurückgeben können.
KanAm Grundinvest und SEB ImmoInvest hatten im Mai die Anteilsrücknahme vorübergehend gestoppt und den Schritt mit der Sorge vor einem Liquiditätsengpass infolge massiver Mittelabflüsse begründet. Zahlreiche Anleger seien durch die Pläne der Bundesregierung verunsichert worden.





