Mieten für Ein- und Zweifamilienhäuser in Berlin steigen deutlich

9. September 2010 | von

Eigenheime in Berlin erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, was zu einem rasanten Anstieg der Mieten führt. Das geht aus dem Marktmietspiegel für Ein- und Zweifamilienhäuser zur Miete in Berlin hervor, den der Maklerverband IVD zum ersten Mal vorgestellt hat. Bisher wurden Gebäude dieser Art nicht im offiziellen Mietspiegel der Stadt berücksichtigt.

Ist die Hauptstadt auf dem Weg zu einer echten Metropole, auch was die Mieten angeht? Lange Zeit galt Berlin als günstiges Pflaster mit weit unter deutschem Durchschnitt liegenden Wohnungsmieten. Doch zuletzt sorgte eine Studie für Aufsehen, die Berlin als die Stadt mit dem deutschlandweit höchsten Mietanstieg ausmachte. Demnach zogen die Berliner Mieten im Jahr 2009 um durchschnittlich 14% an.

Eine ähnliche Entwicklung scheint es nun ebenfalls bei den Mieten für Ein- und Zweifamlienhäuser zu geben. Laut der vom IVD erstellten Studie auf Basis von tatsächlichen, zum 01. September 2010 neu abgeschlossenen Mietverträgen, nimmt die Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern zur Miete anhaltend zu, was die durchschnittlichen Mieten in den vergangenen fünf Jahren rasant um 8,3 % steigen ließ. Nach Ansicht von IVD Berlin-Brandenburg Vorstandsvorsitzenden Dirk Wohltorf wird sich dies in naher Zukunft auch nicht ändern: „Wir erwarten auch für die Zukunft weiter steigende Mietpreise in diesem Segment“, so Wohltorf. Der IVD erwarte eine Mietdynamik von bis zu drei Prozent im Jahr. Derzeit kostet der Quadratmeter im Durchschnitt aller Berliner Bezirke 7,86 Euro.

Häuser in den südwestlichen Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf und in der Nähe von internationalen Schulen erfreuen sich laut IVD einer besonderen Beliebtheit. Am teuersten sind die Mieten dagegen in Grunewald und Dahlem, wo bis zu 16 Euro je Quadratmeter nettokalt gezahlt werden. Mit 14 Euro bzw. 13 Euro sind die Bezirke Nikolassee und Frohnau ebenfalls recht teuer.

Speziell junge Familien mit überdurchschnittlichem Einkommen sind auf der Suche nach Ein- und Zweifamilienhäusern zur Miete. “Aufgrund erhöhter Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt neigt diese Bevölkerungsgruppe inzwischen häufig zur Anmietung statt zum Kauf eines Hauses”, erklärt der stellvertretender Vorstandsvorsitzender des IVD Berlin-Brandenburg Andreas Habath. Die durchschnittliche Anmietdauer würde daher auch bei lediglich vier bis sechs Jahren liegen.




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