Altbauten stehen bei Immobilienkäufern hoch im Kurs

14. September 2010 | von

Modernisierte Altbauten stehen bei Immobilienkäufern hoch im Kurs, wie eine Umfrage des Immobiliendienstleisters PlanetHome ergab. Die Bausubstanz der Häuser sollte vor dem Kauf allerdings auf Herz und Nieren überprüft werden.

Altbau, Neubau oder Designbungalow – neben der Lage und den Ausstattungswünschen spielt auch der Immobilientyp bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Einer Umfrage von PlanetHome zufolge präferiert eine Mehrheit von 23% dabei modernisierte Altbauten, gefolgt von modernen Lofts 20% und einer Villa am Wasser (16%). In der Trendstudie wurden 800 Bundesbürger danach befragt, welchen Immobilientypen sie bevorzugen würden, wenn sie frei wählen könnten.

Freilich sind mit Altbauten nicht die Nachkriegsbauten der 50er und 60er Jahren gemeint, vielmehr denken die meisten dabei sicherlich an prächtige Jugendstilhäuser mit hohen Decken und detailreichen Stuckelementen. „Dieser Baustil wird immer gefragter“, erklärt PlanetHome-Vorstand Robert Anzenberger. Dennoch haben Gebäude aus der Jahrhundertwende um 1900 und älter einige Tücken, insbesondere was die Bausubstanz angeht. Vor dem Kauf einer älteren Immobilie sollten Interessenten daher das Gebäude auf versteckte Mängel prüfen.

Auf versteckte Mängel achten

So sollten Dach und Aussenwände prinzipiell in einem guten Zustand sein und möglichst keine feuchten Stellen oder Schimmelbefall aufweisen. Auch eine vorhandene Wärmedämmung ist ratsam, damit die Nebenkosten keine schwindelerregenden Dimensionen annehmen. Allerdings sind speziell bei Gebäude, die vor dem 2. Weltkrieg errichtet wurden, die Aussenwände so dick, dass sie bereits ohne spezielle Dämmelemente gute Dämmeigenschaften aufweisen.

Auch der Putz sollte genau unter die Lupe genommen werden. Sind hier starke, quer verlaufende Risse zu sehen, ist dies kein gutes Zeichen. Bröckelnder Putz ist meist ein Zeichen für hohe Feuchtigkeit in den Wänden.

Alte Fenster und Türen sind wegen mangelnder Wärmedämmung oft eine Schwachstelle in der Gebäudehülle, die zu hohen Energiekosten führt. Idealerweise verfügt der Altbau beim Kauf bereits über erneuerte Türen und Fenster, die neben der Energieeinsparung auch einen deutlich besseren Einbruchschutz bieten.

Ein neuralgischer Punkt ist auch die Heizungsanlage. Nur wenn diese modernen Ansprüchen genügt, ist ein behaglicher Wohnkomfort und eine überschaubare Nebenkostenrechnung garantiert. Veraltete Anlagen zu erneuern ist zudem mit hohen Kosten verbunden. Wegen der unzähligen elektrischen Geräte in den Haushalten sollten zudem die elektrischen Leitungen des Gebäudes auf einem aktuellen Stand sein. Sind sie zu alt, können eventuell nicht alle Geräte gleichzeitig betrieben werden – und wer verzichtet schon gern aufs Fernsehen, während die Waschmaschine läuft?




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