Immobilienerwerb als Altersvorsorge steht bei jungen Erwachsenen hoch im Kurs

1. Oktober 2010 | von

Bei jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 29 Jahren liegt der Erwerb einer Immobilie im Trend. Einer Untersuchung des Instituts für Markt- und Meinungsforschung TNS zufolge plant jeder Dritte junge Erwachsene innerhalb der nächsten zehn Jahre den Erwerb einer Immobilie.

Sich schon in jungen Jahren um die finanzielle Absicherung im Alter Gedanken zu machen, wird von Experten immer wieder gefordert. Laut einer von der LBS in Auftrag gegebenen Umfrage von TNS Infratest kann nur jeder zweite Deutsche (52 Prozent) die Höhe seines späteren Einkommens einschätzen. Die Untersuchung ergab, dass 70 Prozent der befragten jungen Erwachsenen unter 30 Jahren deshalb schon in jungen Jahren vorsorgen, um im Alter finanziell abgesichert zu sein.

Der Besitz einer Immobilie steht beim Thema finanzieller Absicherung im Alter an erster Stelle: 33 Prozent der 20- bis 29-Jährigen planen in den kommenden zehn Jahren, eine Immobilie zu erwerben oder zu bauen. Somit ist die Bereitwilligkeit zum Immobilienkauf bei den jungen Erwachsenen dieser Altersgruppe mehr als doppelt so hoch als im Durchschnitt der Bevölkerung.

Laut der Umfrage entscheiden sich vor allem junge Paare (59 Prozent) und Familien mit Kindern unter sechs Jahren (36 Prozent) für den Erwerb einer Immobilie.: „Gerade junge Leute legen mit einem Bausparvertrag den Grundstein zur Erfüllung Ihres Traums vom Eigenheim. Wer heute ins Berufsleben einsteigt und direkt mit dem Bausparen beginnt, hat es später beim Immobilienkauf leichter“, sagt Monika Grave von der LBS zum Thema Absicherung im Alter. Die eigene Immobilie sei laut der LBS-Untersuchung die beliebteste Form der Altersvorsorge.

Für den Erwerb eines Hause ist es besonders ratsam, schon in jungen Jahren regelmäßig Geld zur Seite zu legen: der LBS-Infodienst berechnete, dass zum Beispiel ein 20-Jähriger bei einem Sparzins von 3 Prozent etwa 88 Euro pro Monat zurücklegen müsste, um bis zu seinem 65. Lebensjahr 100.000 Euro gespart zu haben. Dagegen müsste ein 50-Jähriger bei gleichem Zinssatz und demselben Sparziel rund 440 Euro zurücklegen. Schon wegen des hohen Zinseszins-Effekts lohnt es sich also, schon früh mit dem Sparen zu beginnen. Ein junger Sparer würde über die gesamte Zeit von mehr als 50.000 Euro Zins- und Zinseszins profitieren, ein 50-Jähriger nur von 20.000 Euro währen des gesamten Zeitraums.




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