Energieverbrauch in Deutschland sinkt weiter

18. Oktober 2010 | von

Die Deutschen schlagen den weiterhin steigenden Energiekosten ein Schnippchen – und verbrauchen einfach weniger. Sowohl bei fossilen Brennstoffen als auch bei Strom haben die Haushalte in den letzten Jahren kräftig gespart, wie das Statistische Bundesamt heute bekannt gegeben hat. Erneuerbare Energieträger wie Holzpellets konnten dagegen kräftig zulegen.

Preiserhöhungen bei Strom, Gas und anderen Energieträgern sind so sicher wie das Amen in der Kirche. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein Anbieter eine neue Preisrunde einläutet und die Tarife anhebt. Offenbar haben sich die Deutschen aber eine wirksame Strategie gegen steigende Kosten ausgedacht: sie wechseln einfach zu einem günstigeren Anbieter – oder verbrauchen einfach weniger Energie.

So verbrauchten die Haushalte in Deutschland im Jahr 2009 ingesamt 6,7 Prozent weniger Energie als noch im Jahr 2005. Im Vergleich zu 2008 waren es sogar – 7,0 Prozent. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung beim Stromverbrauch. Nachdem dieser im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit dem Kriegsende überhaupt sank, setzte sich diese Entwicklung auch im Jahr 2009 fort. Besonders drastisch fiel der Rückgang beim Verbrauch von Mineralöl aus. Dieser sank im Jahresvergleich um stattliche 14,6 Prozent, im Vergleich zu 2005 sogar um knapp ein Viertel. Geschuldet ist der Rückgang einerseits einem veränderten Verbrauchsverhalten durch einen bewussteren Umgang mit Energie und der zunehmenden Beliebtheit von alternativen Energien, andererseits wurde die Infrastruktur durch solide Wärmedämmung und Heizungsmodernisierungen deutlich energiesparender.

Großteil des Energieverbrauchs für Raumwärme

Dass es die Deutschen gerne gemütlich haben, zeigt ein Blick auf die Verbrauchsverteilung in den Anwendungsbereichen. Ein stattlicher Anteil von 71 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Wohnbereich wird dabei für die Raumwärme genutzt. Allerdings sank der Verbrauch auch in diesem Bereich zuletzt recht deutlich um knapp 10%. Erstaunlich ist dieser Trend insbesondere unter Berücksichtigung der Entwicklung von Haushaltsanzahl und Wohnfläche, die in Deutschland zwischen 2005 und 2009 um 2,2 Prozent bzw. um 2,5 Prozent zulegte.




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