Erneuerbare Energien: Solarboom soll gebremst werden

30. November 2010 | von

Der massenhafte Ausbau der Solarenergie gilt als einer der Sündenböcke für die derzeit rollende Welle von Strompreiserhöhungen. Für die Union ist das Grund genug, den weiteren Photovoltaik-Ausbau einzuschränken.

Das Geschäft mit den Solaranlagen boomt seit Langem – nach dem Willen der Unionsfraktion soll damit aber vorläufig Schluss sein. Nach jahrelanger Subvention soll der weitere Ausbau der Solarbranche gebremst werden, da es in Deutschland mittlerweile doppelt so viele Solaranlagen gibt wie im Jahr 2009, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).

Der rasante Ausbau der Solarenergie bleibt nicht ohne Folgen: Die Ökostrom-Umlage steigt zum Ende des Jahres von 8 auf 13 Milliarden Euro, für einen deutschen Haushalt bedeutet dass eine Erhöhung der monatlichen Stromkosten von 7 auf 12 Euro. Einer der Gründe dafür sind die Vergütungen für wie Pilze aus dem Boden sprießenden Fotovoltaik-Anlagen. Damit die Bevölkerung der Energiegewinnung durch Solaranlagen auch weiterhin wohlwollend gegenübersteht, soll der Ausbau vorerst gebremst werden.Vertreter der Solarbranche sind bereits in Verhandlungen mit dem Umweltministerium, um Möglichkeiten zu diskutieren, wie der weitere Ausbau der Solaranlagen reguliert werden könnte.

Der FTD zufolge fordert der Unionspolitiker Thomas Bareiß (CDU) in einem Brief an Umweltminister Röttgen (CDU) und die Fraktionsführung eine zusätzliche Kürzung der Solarförderung sowie eine Obergrenze für den Zubau an Solaranlagen, da sonst der „derzeitige, kaum gebremste Ausbau der Fotovoltaik aus dem Ruder zu laufen” drohe, betont Bareiß. Ob die Regierung tatsächlich den Forderungen nachkommt, bleibt zunächst jedoch fraglich.

Da immer noch eine „eine massive Überförderung“ bestünde, müsse der Ausbau der Solaranlagen unbedingt begrenzt werden, so Bareiß. Schon zu Beginn des neuen Jahres solle nach Plänen der Union die Kürzung der Solarvergütung durchgesetzt werden.




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