Berliner Immobilien sind derzeit besonders erschwinglich

10. Dezember 2010 | von

Berlin ein Immobilien-Schnäppchenmarkt? „Ja“, meint zumindest der Immobilienverband Deutschland (IVD) und verweist auf den „Erschwinglichkeitsindex“. Der Untersuchung zufolge ist Wohneigentum in der deutschen Hauptstadt günstig wie lange nicht.

Immobilien in Berlin sind weiterhin preiswert – insbesondere die Immobilien im Berliner Westen, die so erschwinglich sind wie seit sechs Jahren nicht mehr. Zu diesem Ergebnis kommtder Erschwinglichkeitsindex des Immobilienverband Deutschland (IVD).

Ab dem Jahr 2012 könnte es jedoch wieder schwieriger werden, günstige Immobilien zu finden. Das prognostiziert zumindest IVD Vizepräsident Jürgen Michael Schick: „Der Markt profitiert derzeit von dem niedrigen Zinsniveau. Sobald dieses wieder steigt, wird Wohneigentum weniger erschwinglich sein“.

Ausschlaggebend für den Erschwinglichkeitsindex sind das verfügbare Einkommen der Käufer, die Immobilienpreise sowie der aktuelle Zinssatz. Bei der Berechnung wird davon ausgegangen, dass der Wohnungseigentümer 25 Prozent seines Einkommens für die Zinsen-und Tilgungszahlung verwendet werden muss. Tritt dieser Zustand ein, entspricht dies einem Indexwert von 100. Nach diesem Schema müsste der Käufer bei steigendem Indexwert weniger als 25 Prozent seines Einkommens aufwenden und bei fallendem Indexwert mehr als 25 Prozent.

Die IVD ermittelte bei ihrer Untersuchung des Erschwinglichkeitsindex, dass die Eigentumswohnungen im Osten Berlins leichter zu finanzieren sind als die Wohnungen im Westen der Hauptstadt. Am wenigsten Eigenkapital müssen die Berliner in den Stadtteilen Treptow-Köpenick (21,5 Prozent), Lichtenberg (22,3 Prozent), Neukölln (22,5 Prozent), Pankow (23,1 Prozent) und Marzahn-Hellersdorf (23,4 Prozent) aufwenden. Die teuerste Wohngegend Berlins ist laut der IDV Charlottenburg-Wilmersdorf (35,2 Prozent). Auch im Vergleich des deutschlandweiten Durchschnitts ist der Westen Berlins sehr teuer.

Auch beim Städtevergleich kommt Berlin verhältnismäßig gut weg. Die Hauptstadt liegt hinter Metropolen wie Hamburg, aber auch hinter Ostdeutschen Städten wie Leipzig oder Dresden.

Die mit Abstand teuerste Stadt im Vergleich ist wenig die bayrische Landeshauptstadt München. Die Münchner müssen für ihre Kaufimmobilien 43,2 Prozent Eigenkapital aufwenden. Und es kommt für die Münchner noch schlimmer. “Die Preise in bereits jetzt schwer erschwinglichen Städten werden auch in Zukunft steigen”, erläuterte Schick.




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