US-Immobilien verlieren weiter drastisch an Wert

13. Dezember 2010 | von

Auch in diesem Jahr konnte sich der US-Immobilienmarkt nicht erholen – die Preise für Häuser sanken erneut deutlich. Inzwischen türmen sich die Wertverluste der US-Immobilienbesitzer zu einer gigantischen Summe auf.

Der US-amerikanische Immobilienmarkt ist weiter im freien Fall. Einer Auswertung von öffentlichen Immobilien-Verkaufsdaten des Immobilienportals Zillow zufolge blief sich der Wertverlust für Immobilien allein im Jahr 2010 auf insgesamt 1,7 Billionen US-Dollar, nachdem die Preise ein Jahr zuvor dank Steueranreizen der US-Regierung für Immobilien-Erstkäufer„nur“ um knapp eine Milliarde Dollar sanken. Im April dieses Jahres liefen die Hilfen der Regierung jedoch aus und sorgten damit für ein erneutes Einbrechen der Preise.

Damit reisst die schier unendliche Kette schlechter Nachrichten für US-amerikanische Hausbesitzer einfach nicht ab. Seit dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2007 als Auslöser der weltweiten Wirtschaftskrise türmen sich die Wertverluste für US-Immobilien damit auf inzwischen 9 Billionen Dollar (6,8 Billionen Euro).

Abwärtsspirale hält an

Zuvor stiegen die Preise auf dem Immobilienmarkt unaufhörlich – bis zu ihrem Höchststand im Jahr 2006. Erst, als immer mehr überschuldete Hausbesitzer die Hypothekenzinsen nicht mehr zahlen konnten, begann die Blase zu platzen – mit den bekannten dramatischen Folgen für Weltwirtschaft und Finananzsysteme. Aus der daraus resultierenden, dramatischen Abwärtsspirale aus weiter sinkenden Preisen und immer mehr Menschen, die ihre Hypothek nicht mehr zahlen können, weil sie arbeitslos geworden sind oder die Hypothek längst den Wert der Immobilie übersteigt, ist die USA trotz etlicher Hilfspakete der Regierung bis dato nicht herausgekommen.

Zwangsversteigerungswelle ebbt nicht ab – Banken überfordert

Die Folge: Die Zahl der Zwangsversteigungen in den USA wächst weiter unaufhörlich. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2010 1,2 Millionen weitere Immobilien unter den Hammer kommen. Dass die Banken dabei anscheinend den Überblick über die Zahl der Schuldner und die Forderungen verloren haben, macht die Sache nicht gerade besser. Zuletzt mussten unzählige Zwangsversteigerungen gestoppt werden, darunter eine, weil das zur Versteigerung stehende Haus gar nicht mit einer Hypothek belastet war.




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