IKEA Eröffnung in Berlin-Lichtenberg: Schwedische Wohnträume treffen auf DDR Plattenbau

14. Dezember 2010 | von

Die Eröffnung der hierzulande größten Ikea-Filiale ging gestern unfallfrei über die Bühne. Das Möbelhaus lockte mit etlichen Eröffnungsangeboten und einer thematischen Ausrichtung auf die umliegende Plattenbauromatik.

Gestern hat die größte IKEA-Filiale Deutschlands in Berlin-Lichtenberg ihre Pforten geöffnet. Eigentlich ist das nichts Besonderes, immerhin gibt bereits 45 weitere Filialen des schwedischen Möbelriesen in Deutschland, davon allein drei in der Bundeshauptstadt.

Der blau-gelbe Möbelhauswürfel an der Landsberger Allee befindet sich jedoch inmitten von Plattenbauten, die nicht nur rein äußerlich ein Update benötigen. Und wie der Zufall es will: Genau diese eher tristen Plattenbauten mit ihren kleinen Zimmern entsprechen dem Konzept der neuen IKEA-Filiale. Denn die Bewohner der Berliner Trabantenstädte sollen sich – möglichst mit chicen und günstigen IKEA-Möbeln – eine neue Wohlfühlatmosphäre in ihren Wohnungen schaffen. Das kann sich durchaus lohnen: IKEA geht von ca. 100. 000 solch kleiner Wohnungen im Umkreis von Lichtenberg aus.

IKEA-Fans im Osten der Hauptstadt warten schon lange auf den Bau des riesigen – es ist das zweitgrößte seiner Art weltweit – Möbelhauses. Vor zehn Jahren sollten schon die ersten Spatenstiche getätigt werden, doch aufgrund der explodierenden Kosten wurde der Baustart lange verzögert. Die 46. Filiale im Bundesland wurde dennoch eine teure Angelegenheit: Rund 70 Millionen Euro soll das Unternehmen in Lichtenberg investiert haben.

Punkten möchte IKEA auch mit der Energieversorgung des Gebäudes. IKEA bemühte sich bei der Energiefrage um eine möglichst umweltschonende Lösung und nutzt für die Kühlung und das Heizen die Wärme der kommunalen Abwassersysteme. Damit ist die neue Filiale bis jetzt auch die umweltschonenste und energiesparendste IKEA Filiale.

Der befürchtete Ansturm bei der gestrigen Eröffnungsfeier blieb unterdessen aus. Die rund 200 wartenden Kunden wurden von klatschenden IKEA Mitarbeitern und einer Musikkappelle, die „Pippi Langstrumpf“ zum Besten gab, begrüßt. Die Neueröffnung verlief vermutlich deshalb so ruhig, weil das Unternehmen auf eine große Sonderangebotsaktion an diesem Tag verzichtete und diese lieber auf die gesamte Woche verteilte. So gibt es heute das allseits beliebte „Billy“ Regal billiger und am Donnerstag das Regal „Expedit“.




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