Nebenkostenabrechnung für 2009: Frist gilt bis zum Jahresende

28. Dezember 2010 | von

Nebenkostenabrechnungen sind für viele Mieter und Eigentümer ein Buch mit sieben Siegeln. Welche Kosten überhaupt umgelegt werden können und was anteilig gezahlt werden muss, lässt sich oft nur nach dem Studium diverser Mietrechtsparagrafen sagen. Doch eins ist klar: Kommt die Abrechnung zu spät an, muss nichts nachgezahlt werden – in den meisten Fällen.

Auch wenn viele Menschen dem Jahreswechsel und den damit zusammenhängenden Silversterparties in freudiger Erwartung gegenüberstehen – schließlich kann es im kommenden Jahr oft nur aufwärts gehen – , sind es oftmals die noch ausstehenden Nebenkostenabrechnungen, die den ein oder anderen Start ins neue Jahr angesichts drohender Nachzahlungen vermiesen können.

Wurde vom Vermieter als Abrechnungszeitraum ein Kalenderjahr festgelegt, so ist dieser gesetzlich verpflichtet, seinen Mietern die Nebenkostenabrechnungen des Vorjahres bis zum 31. Dezember zukommen zu lassen. Andernfalls kann er nach Ablauf der Frist nichts mehr nachfordern – das bestätigten auch die Rechtsschutzexperten von ARAG. Andernfalls müsse der Vermieter die Kosten tragen, entschied zudem der Bundesgerichtshof (BGH). Kommt erst gar keine Betriebskostenabrechnung bei einem Mieter an, so kann dieser seine gesamten Vorauszahlungen bei dem Vermieter einfordern.

Wird die Nebenkostenabrechnung pünktlich zugestellt, sollte sie dennoch genauer unter die Lupe genommen werden, denn nicht selten zahlen Mieter für Heiz- und Betriebskosten weitaus mehr, als sie eigentlich verbraucht haben. Um sich einen Überblick zu verschaffen, bietet es sich für Mieter an, sich den Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes (DMB) anzuschauen. Dort sind Informationen zur allgemeinen Durchschnittshöhe der Nebenkosten frei zugänglich zu finden.

Wer nicht weiß, welche Kosten eigentlich genau zu den Nebenkosten gezählt werden, sollte einen Blick in den Mietvertrag werfen. Dort sollte dieser Punkt normalerweise genauestens geregelt sein. In der allgemeinen Betriebskostenverordnung kann ebenfalls nachgelesen werden, was der Vermieter überhaupt abrechnen darf. Reparaturen oder Instandhaltungen zählen dazu jedoch nicht. Sind aber beispielsweise die Kosten zur Überprüfung einer Elektroanlage im Mietvertrag festgesetzt, können diese zu den Betriebskosten zugerechnet werden.




Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0
Dieser Beitrag wurde unter Energie, Geld / Finanzierung abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>