Aussichten für den Immobilienmarkt 2011

29. Dezember 2010 | von

Das vergangene Jahr wird sicher als das Jahr der Immobilienkäufer in die Geschichte eingehen. Stabile Preise, ein ansehnliches Angebot an Immobilien und Hypothekenzinsen auf Rekordtief ergaben spektakulär günstige Bedingungen für den Hauserwerb. Doch worauf müssen sich Käufer und Mieter im kommenden Jahr einstellen?

Mieten und Immobilienpreise werden 2011 moderat steigen: Zu diesem Fazit kommt der Immobilienverband Deutschland (IVD) in einer Prognose für das kommende Jahr. Die weiterhin robusten wirtschaftlichen Rahmenbedinungen sorgen für einen anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstrend, der zu Verteuerungen auf dem Immobilienmarkt führe. Dennoch bleibe Wohneigentum nach Ansicht des IVD auch im kommenden Jahr weiterhin erschwinglich, der Zeitpunkt für Immobilieninvestitionen ebenso günstig.

Mieten steigen

Nicht ganz so gut sind die Aussichten für Mieter. Wer sich auf die Suche nach einer neuen Wohnung begibt, muss im 2011 mit steigenden Preisen für Neuvermietungen rechnen. Der IVD taxiert die Teuerung der Nettokaltmieten zwischen „einem und 2,5 Prozent deutschlandweit“. Begehrte Innenstadtlagen in den Großstädten würden sich dabei weiterhin überproportional verteuern. In den Metropolen kommt immer mehr das klassische Prinzip von Angebot und Nachfrage zum Tragen: Weil es kaum noch freie Wohnungen gibt, steigen die Mieten.

Zurückzuführen sei dies auf den weiterhin schwachen Wohnungsneubau. Der IVD rechnet vor, daß mindestens 200.000 neue Wohnungen pro Jahr benötigt werden, um die Nachfrage zu decken. Trotz etwas verbesserter Zahlen hinke der Neubau den Bedarf weiter hinterher. Auch für 2011 ist mit keiner Trendwende zu rechnen, der IVD geht von 160.000 neuen Wohnungen aus – 40.000 unter dem Bedarf.

„Die Situation auf dem Wohnungsmarkt der Städte wird sich durch die leicht steigenden Neubauzahlen nicht spürbar entspannen“, prognostiziert IVD-Pressesprecher und Vizepräsident Jürgen Michael Schick. Anhaltender Zuzug von Arbeitskräften und die wachsende Zahl an kleineren Haushalten sorgen für einen weiterhin zunehmenden Wohnungsbedarf – und steigende Mieten.

Wohneigentum bleibt gefragt

Ähnliches gilt auch für Wohneigentum. Für 2011 rechnet der IVD mit weiter steigenden Preisen, nachdem sich Immobilien bereits in diesem Jahr um 2,1 Prozent verteuert haben. Während Einfamilienhäuser preislich zur Stabilität neigen, werden Eigentumswohnungen auch im kommenden Jahr beständig teurer. In kleineren Städten werde es dabei moderater zugehen als in Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern. Probleme könnten dagegen ländliche Gebiete bekommen. „In einigen Regionen Deutschlands werden sich die Auswirkungen des anhaltenden Bevölkerungsrückganges bemerkbar machen“, analysiert Schick.




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Ein Kommentar zu Aussichten für den Immobilienmarkt 2011

  1. finanzberater würzburg sagt:

    ich suche nun schon seit 6 Monaten nach der richtigen Immobilie aber irgendwie kommt es mir so vor, als ob der Markt in Würzburg einfach nur leer ist! Man findet einfach keine vernünftige Immobilie und damit meine ich nicht nur Häuser sondern auch Eigentumswohnungen! Hoffen wir mal, dass es 2011 besser wird…

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