Solarbranche blickt optimistisch in die Zukunft

5. Januar 2011 | von

Steigende Heizkosten und eine Vielzahl überalterter Heizkessel in Deutschlands Wohnhäusern lassen die Solarbranche trotz gedrosselter Fördergelder optimistisch in die Zukunft blicken. Besondere Hoffnungen setzten die Solarfirmen auf eine Kombination aus Solar- und Bioenergie.

Für das neue Jahr rechnet der Bundesverband für Solarwirtschaft mit guten Geschäften in der Solarbranche. Der Grund für diese optimistische Prognose des Bundesverbands ist die drohende Heizkostensteigerung und der erhöhte Sanierungsbedarf etlicher veralteter Heizkessel.

Fördermittelsperre hat den Solarmarkt 2010 gebremst

Momentan befinden sich auf deutschen Dächern etwa 1,5 Millionen Solaranlagen. Für die Branche kein Grund zum Feiern: Mit geschätzten 100.000 neu installierten Photovoltaik Anlagen im Jahr 2010 liefen die Geschäfte für den Bundesverband Solarwirtschaft eher ernüchternd. „2010 enttäuschte der Markt zwar aufgrund einer mehrere Wochen andauernden Fördermittelsperre. Für 2011 erwarten wir vor dem Hintergrund steigender Heizkosten und eines hohen Sanierungsbedarfs eine Marktbelebung“, analysiert der Geschäftsführer des Bundesverbands für Solarwirtschaft, Carsten Körnig die Aussichten.

Zugutekommen könnte der Branche auch die weitere Entwicklung der Solarwärme-Technologie (Solarthermie). Laut einer Forschungsstrategie der Deutschen Solarthermie-Technologieplattform (DSTTP) könnte die Solarwärme-Technologie bis 2030 rund 50 Prozent der Wärme-Kälteversorgung übernehmen. Momentan nutzen bereits einige Industriebetriebe, Hotels, Krankenhäuser und Wohnungsgesellschaften die Solarwärme-Technologie für die Heizung, Trinkwassererwärmung und zur Prozesswärmeerzeugung.

Mit Solarenergie billig heizen

Laut des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung Baden-Württemberg ist ein Mix aus Solar- und Bioenergie die günstigste Variante, um Eigenheime zu beheizen. So könnten bei einer Sanierung von veralteten Heizkesseln bis 50 Prozent der Heizkosten gespart werden. Das Potential ist dabei riesig. Aktuellen Schätzungen zufolge gelten in Deutschland rund drei Millionen Kessel als veraltet.

Zugute kommt der Sonnenenergie zudem, dass es seit dem Juli 2010 wieder Zuschüsse für die Installation einer Anlage gibt. Diese Zuschüsse werden im Rahmen des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien (MAP) vergeben und können je nach Größe und Heizkosten mehrere tausend Euro ausmachen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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