Produktionsplus: Möbelbranche 2010 leicht im Aufwind

18. Januar 2011 | von

Mit der deutschen Möbelwirtschaft ging es im vergangenen Jahr leicht bergauf. Besonders gefragt waren Sitzmöbel und Küchenmöbel aus Holz. Von den Rekordwerten aus dem Jahr 2008 ist die Branche dennoch ein gutes Stück entfernt.

Im vergangenen Jahr konnten die deutschen Möbelfirmen einen spürbaren Anstieg der Möbelproduktion verbuchen. Der Gesamtproduktionswert von in Deutschland produzierten Möbeln lag bei 15,6 Milliarden Euro, was einen prozentualen Anstieg von 2,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 entsprach. Diese frohe Botschaft konnte das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der internationalen Möbelmesse „imm cologne“ in Köln vermelden.

Höchstwerte von 2008 konnten noch nicht erreicht werden

Trotz der optimistischen Zahlen steckt die Möbelbranche weiter in der Krise. Nach den in den beiden Rekordjahren 2007 und 2008 erzielten Höchstwerten von über 17 Milliarden Euro brach die Möbelproduktion im Krisenjahr 2009 dramatisch ein. Um insgesamt 12,1 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro schrumpfte der Produktionswert 2009, das leichte Plus von 2,2 im vergangenen Jahr wirkt sich daher eher marginal aus.

Sitzmöbel und Küchen retten die Bilanz

Die stärkste Produktionsgruppe war im Jahr 2010 die der Sitzmöbel wie Stühle oder Sofas. Sie konnte zum Gesamtproduktionswert 29,3 Prozent beitragen. Die Gruppe der Schlaf- Ess- und Wohnzimmermöbel (aus Holz, Metall und Kunststoff) machte 29,1 Prozent des Gesamtwertes aus, die der Büro- und Ladenmöbel 13,8 Prozent und die Produktion der Matratzen trug 5,1 Prozent bei.

Im Vergleich zum Jahr 2009 konnte auch die Gruppe der Sitzmöbel mit 5,2 Prozent den größten Zuwachs verbuchen. Sie wird dicht gefolgt von Küchenmöbel aus Holz (3,4 Prozent), den Büro- und Ladenmöbel (2,0 Prozent) und den Matratzen (1,9 Prozent). Nur die Produktion der sonstigen Möbel müsste im Jahr 2010 1,4 Prozent der des Produktionswert im Vergleich zu 2009 einbüßen.

Alternative Vertriebswege werden in Zukunft wichtiger

Zwar haben die klassischen Möbel- und Einrichtungshäuser noch lange nicht ausgedient, denoch muss sich Möbelbranche nach alternativen Vertriebswegen umsehen. Ein logischer Schritt ist die zunehmende Präsenz im Internet, die zukünftig weit über die Darstellung von Einrichtungsbeispielen und der Präsentation des aktuellen Kataloges hinausgehen soll. Kunden sollen möglichst ihre Lieblingsmöbel direkt bestellen können. Noch einfachen funktioniert die Online Möbelsuche mit Suchportalen, die Angebote von verschiedenen Herstellern bündeln, übersichtlicher darstellen und den Bestellprozess vereinfachen können.




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