Mieten stiegen 2010 in Deutschland moderat

15. März 2011 | von

Im vergangenen Jahr sind die Wohnungsmieten in Deutschland nur in geringem Maße gestiegen. Mit knapp über einem Prozent lag die Teuerungsrate für Wohnungen gleichauf mit den allgemeinen Lebenshaltungskosten. Metropolenbewohner mussten dagegen deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Dem Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (IFS) zufolge stiegen im Jahr 2010 die Mieten für Altbauwohnungen im bundesdeutschen Durchschnitt um 1,3 Prozent, Mieten für Neubauwohnungen verteuerten sich um 1,1 Prozent.

Damit lag die Entwicklung der Mieten praktisch gleichauf mit den allgemeinen Lebenshaltungskosten, die sich im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent verteuerten. Allerdings handelt es sich dabei um statistische Durchschnittswerte, die die Entwicklung in Gesamtdeutschland berücksichtigen. Bei Neuvermietungen und insbesondere in beliebten Metropolen oder Ballungsräumen werden meist deutlich höhere Mietsteigerungen aufgerufen, wie das ifs erklärte.

Wohnnebenkosten verteuerten sich deutlich

Die Wohnnebenkosten zogen dagegen etwas mehr an. So stiegen die „kalten“ Wohnungsnebenkosten um 1,8 Prozent, Haushaltsenergie verteuerte sich um 0,3 Prozent.

Seit 2006 nahmen die kalten Wohnungskosten um insgesamt 6,6 Prozent zu, was deutlich unter den allgemeinen Lebenshaltungskosten liegt, die im gleichen Zeitraum um 8 Prozent gestiegen sind. Als Preistreiber zeigten sich die Kosten für Haushaltsenergie, die sich um 23,2 Prozent verteuerten. Die Mieten stiegen im Fünf-Jahres-Vergleich zwischen 2006 und 2010 um insgesamt knapp 5,8 Prozent.

In diesem Jahr rechnet das ifs nicht mit einer Fortsetzung des moderaten Mietanstiegs. Angesichts der weiterhin steigenden Wohnraumnachfrage insbesondere in Wachstumsregionen und der auf niedrigem Niveau verharrenden Neubauquote werden die Kosten für Neuvermietungen deutlich steigen, laufende Mietverträge könnten sich durch energetische Sanierungen der Wohngebäude verteuern. Da die Mietsteigerungen nur zum Teil durch niedrigere Heizkosten einhergehen, werden sich durch die Verteuerung der Haushaltsenergie auch hier deutliche Preissteigerungen ergeben.




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