Jeder fünfte Immobilienbesitzer hat schon modernisiert!

21. März 2011 | von

Wie eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) ergibt, hat ein Fünftel aller Hausbesitzer in den letzten drei Jahren modernisiert oder renoviert. Dabei wurden in der GfK-Studie nur Maßnahmen im Umfang von über 5.000 Euro einbezogen. Spitzenreiter unter den Modernisierungsmaßnahmen sind die Erneuerung der Bodenbelege und der Heizungs- und Warmwasseranlagen.

LBS Research hat kürzlich eine Studie über die Modernisierungstätigkeiten deutscher Hausbesitzer veröffentlich. Die vom GfK erhobene Umfrage richtete sich bundesweit an über 3.100 Eigentümer, die in den letzten drei Jahren für mindestens 5.000 Euro modernisiert oder renoviert haben. Bei den Umbauten wurden zumeist nicht nur einzelne, sondern gleich mehrere Maßnahmen getroffen. Im Durchschnitt wurden dafür knapp 21.000 Euro ausgegeben.

Erneuerung von Bodenbelägen und Heizungs- und Warmwasseranlagen stehen im Vordergrund

Spitzenreiter der Modernisierungsmaßnahmen war dabei mit 35 Prozent die Erneuerung von Bodenbelägen, dicht gefolgt von der Modernisierung der Heizungs- und Warmwasseranlage (33 Prozent). Des Weiteren waren die Verbesserung von Fenstern (28 Prozent), Armaturen bzw. Wasserleitungen (27 Prozent) sowie der Elektrik (24 Prozent) besonders gefragt. Teurere Einzelarbeiten wie Fassadenarbeiten (17 Prozent), Dacharbeiten (15 Prozent) sowie die Wärmedämmung des Daches (15 Prozent) und der Außenwände (11 Prozent) wurden dagegen seltener in Auftrag gegeben. Schlusslicht bilden Energieinvestitionen in Photovoltaikanlagen sowie Maßnahmen zum altersgerechten Wohnen (jeweils 4 Prozent).

Modernisierungen sollen vor allem den Wohnkomfort erhöhen und Energieausgaben senken

Dies Ergebnis überrascht ein wenig, werden als Motive doch Förderung des Wohnkomfort (48 Prozent) und das Sparen von Energiekosten (43 Prozent) genannt wird. In diese Sparte gehören auch altersgerechtes Wohnen und Energieinvestitionen. Zweithäufigste Motivation ist es, aufgetretene Schäden zu beseitigen (47 Prozent). Öffentliche Zuschüsse nahmen 12 Prozent zum Anlass, tätig zu werden, gesetzliche Vorgaben waren für nur 2 Prozent der Immobilienbesitzer ausschlaggebend.

Eigentümer sind Sparfüchse

Die Studie zeigt auch, wie sehr die Hauseigentümer bezüglich der Instandhaltung ihrer Immobilien mitdenken: Ein Drittel aller Hauseigentümer legt gezielt Geld für diese Fälle zurück, sei es als angespartes Eigenkapital, sei es über einen Bausparvertrag. Durchschnittlich spart ein Besitzer monatlich 175 Euro für zukünftige Modernisierungsmaßnahmen an.

LBS Research ließ weiterhin über die Vorgehensweise der Besitzer nachfragen. Geht es um Entscheidungsfragen, wenden sich ganze 84 Prozent an den lokalen Experten, nämlich den Handwerker. 23 Prozent befragen dazu auch oder ausschließlich Freunde und Bekannte, während sich nur 21 Prozent in diesen Fragen von Anbietern und Herstellern beraten lassen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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