Großstadt-Trend: Auch in Hamburg steigen die Immobilienpreise drastisch

30. März 2011 | von

Elbmetropolen-Fans aufgepasst: Wer in Hamburg eine Immobilie erwerben möchte, muss sich auf höhere Preise einstellen. Die Tendenz der steigenden Kaufpreise in Großstädten hat sich auch in Hamburg bestätigt. Eine neu gebaute Eigentumswohnung kostet in diesem Jahr satte 11,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber auch die anderen Preissteigerungen sind kein Pappenstiel.

Eine Studie der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Forschungsinstitut F + B (Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH) bestätigt auch in Hamburg den Großstadt-Trend: In Hamburg zogen die Kaufpreise je nach Objektart zwischen zwei und zwölf Prozent an.

Hamburger Immobilien kosten deutlich mehr als im Vorjahr

Vor allem für Neubau-Eigentumswohnungen müssen Hamburger deutlich tiefer in die Tasche greifen: Die Preise fallen um fast zwölf Prozent höher aus als noch im Vorjahr. Fühlbar beeinflusst haben den Durchschnittswert die diversen Luxusimmobilien, die beispielsweise in der Hafencity gebaut wurden. Für diese exklusiven Objekte müssen weit mehr als 3.000 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden.

Doch nicht nur Neubau-Immobilien sind von der Entwicklung betroffen. Auch gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten im zweiten Halbjahr 2010 im Schnitt 8,2 Prozent mehr als vorher. Auch hier lässt sich das Phänomen „Wassernähe“ wie bei den Neubauten erkennen: Objekte in der Nähe von Hafen, Elbe und Alster sind spürbar teurer. LBS-Chef Peter Magel mutmaßt gegenüber dem NDR: „Die ganzen Wasserlagen werden vermutlich auch weiter steigen. Das hängt auch damit zusammen, dass dort immer wieder hochwertig renoviert wird und insofern schlägt sich das auch auf die Preise nieder.“

Bei Häusern steigt der Kaufpreis ebenso. Allgemein muss der Käufer für ein Hamburger Neubauhaus etwa fünf Prozent mehr berappen, Häuser im Bestand liegen mit einem Anstieg von 4,2 Prozent knapp darunter.

Innenstadtimmobilien verteuern sich auffälliger als Immobilien im Umland

Deutlicher Unterschied zeigt sich im Vergleich von Stadt und Umland. Wie auch bei anderen Großstädten ist die drastischere Preissteigerung in der Innenstadt zu vermelden. Zwar gingen die Preise für Neubauhäuser auch im Speckgürtel um vier Prozent in die Höhe, gebrauchte Häuser und Eigentumswohnungen blieben in ihrem Preisniveau aber nahezu konstant (plus 2,2 Prozent). Möchte man eine Wohnung oder ein Haus in Hamburg erwerben, zahlt bis zu 120.000 Euro mehr als bei vergleichbaren Objekten im Umland.

Gründe für die Tendenz sind wie auch in anderen deutschen Städten eine bestehende Wohnungsnot in den begehrten Innenstädten. Zunächst zogen die Mietpreise an, nun folgen die Kaufpreise.

Für ihre Studie verglich das Hamburger Forschungsinstitut F + B (Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH) die Immobilienpreise des zweiten Halbjahres 2010 mit denen des Vorjahres. Es gingen insgesamt 11.611 öffentlich zugängliche Immobilienangebote in Hamburg und im Umland in die Auswertung mit ein.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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