Höhere Förderung: Umstieg auf erneuerbare Energien lohnt sich

11. April 2011 | von

Immobilienbesitzer erhalten bis zum Jahresende höhere Fördergelder, wenn sie von Gas und Öl auf erneuerbare Energien umsteigen. Das Bundesministerium hat die Konditionen des Marktanreizprogrammes(MAP) für erneuerbare Energien überarbeitet und verbessert.

Die im März bekannt gegebenen neuen Förderrichtlinien des Bundesumweltministeriums für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien ermöglichen Immobilienbesitzer höhere Fördergelder, wenn diese von Gas und Öl auf erneuerbare Energien umsteigen

So sollen Hauseigentümer für den Einbau von Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung nun 120 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche erhalten, während der Einbau solarthermischer Anlagen vorher mit 90 Euro pro Quadratkilometer gefördert wurde.

Wer Solarthermie noch mit einer Wärmepumpe oder Biomasse kombiniert, erhält aufgrund der vom Bundesministerium vorgenommenen Änderung eine Förderung von 600 Euro. Im Jahr 2012 wird sich der Zuschuss von 600 Euro auf 500 Euro verringern. Der bisher befristete 400 Euro-Bonus für den zusätzlichen Austausch eines alten Heizkessels ohne Brennwertnutzung gegen einen neuen Brennwertkessel wird ebenfalls auf 600 Euro erhöht und Ende 2011 wieder auf 500 Euro gesenkt.

Umweltfreundliche Holzkessel werden wieder gefördert

Desweiteren ist die Förderung von emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln wieder eingeführt worden. Um einen entsprechenden Bonus für die Scheitholzvergaserkessel zu erhalten, müssen diese einen geringen Staubemissionswert von max. 15 Milligramm pro Kubikmeter einhalten. Dieser Bonus beträgt pauschal 1000 Euro. Die Förderungen für Kombinationskesseln, Holzhackschnitzelanlagen und auch Pellet-Öfen mit Wassertasche, Pellet-Kesseln bleiben aber bisher unverändert.

In diesem Zusammenhang wurden auch die technischen Förderungsanlagen für Wärmepumpen überarbeitet. Aus der Analyse geht hervor, dass die Jahresarbeitszahlen der Wärmepumpen gesenkt werden. Demnach wird die Förderung der Wärmepumpen auf einen anderen Bemessungsmaßstab umgestellt. Die Berechnungen stützen sich nun auf die Wärmeleistung, statt wie früher auf die Wohnfläche. Das Bonusniveau nimmt hierbei aber keine Änderungen vor, sondern bleibt nach wie vor erhalten.

Die Förderanträge können ab sofort für alle nach der neuen Förderrichtlinie förderfähigen Anlagen gestellt werden. Wenn jedoch für dieselbe Maßnahme bereits ein Antrag gestellt wurde, gilt dies nicht. Die bisherigen Richtlinien sind ausschließlich für bereits gestellte Anträge maßgeblich.

Diese Förderung erfolgt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beziehungsweise die bundeseigene Förderbank KfW.




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Ein Kommentar zu Höhere Förderung: Umstieg auf erneuerbare Energien lohnt sich

  1. Larisa sagt:

    Die Förderung der Immobilienbesitzer ist schon ein großer Ansporn für die Hauseigentümer, um von Gas und Öl auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das sollte Viele zum Wechsel überzeugen.

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