Ein unbehelligter Auftakt in die Balkonzeit

13. April 2011 | von

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt auch die Freiluftsaison. Die Menschen nutzen das gute Wetter: es wird gegrillt, gepflanzt und gefeiert auf Balkonien. Um den Frieden mit den Nachbarn und Vermieter zu wahren, informieren der Deutsche Mieterbund und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) über einige Regeln.

Wenn die Sonne lacht, der Himmel strahlt und die Temperaturen steigen, lässt die Balkonsaison nicht mehr länger auf sich warten. Es wird der verstaubte Rost aus dem Keller gekramt, die Grillzange geschwungen und die ersehnte Bratwurst mit vollem Genuss verspeist. Die Blumenkästen werden neu bepflanzt und die nächste Freiluftparty ist auch schon geplant. Doch nicht jeder freut sich über die Ambitionen seines Nachbarn. Der Deutsche Mieterbund und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen informieren über einige Regeln, die beachtet werden sollten, wer unnötigen Streit mit den Nachbarn und Vermietern vermeiden möchte.

Das Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse ist grundsätzlich erlaubt, wenn im Mietvertrag nicht auf ein ausdrückliches Grillverbot verwiesen ist. Missachten Mieter die vorgegebenen Richtlinien, müssen diese mit Abmahnungen oder sogar mit Kündigungen rechnen. BFW-Rechtsreferent Bruch erklärt, dass das Grillen auf dem Balkon der häufigste Streitpunkt, zu dem Hunderte von Gerichtsurteilen existieren. Immer wieder kommt es zu Beschwerden wegen einer Belästigung durch Qualm und Lärm, die Gerichte verhängen aber nur in Ausnahmefällen ein grundsätzliches Grillverbot. Es müssen jedoch bestimmte Grenzen und Zeiten eingehalten werden. Es gilt: Der Nachbar darf nicht übermäßig belästigt werden.“ Eine gute Lösung für diese Problematik ist ein elektronischer Grill, dieser erzeugt kein Lärm oder Qualm und der Ärger mit den Nachbarn wird so auch vermieden.

Für die Begrünung auf der Terrasse oder dem Balkon gilt, dass Blumenkästen und Töpfe so befestigt sein müssen, dass sie bei starkem Wind nicht auf Nachbarn oder Passanten herabstürzen. Generell muss darauf geachtet werden, dass das Mauerwerk der Fassade nicht beschädigt wird.

Zum Wohlfühlen im frisch gepflanzten Grün zählt natürlich auch die ungestörte Privatsphäre. „Wer einen Sichtschutz schaffen möchte, sollte allerdings zunächst den Vermieter fragen, um auf der sicheren Seite zu sein“, rät Rechtsexperte Bruch. Der Mieter muss hierbei allerdings beachten, dass die Verkleidungen nicht höher als die Balkonbrüstung sein sollten. Umfangreichere Verkleidungen können als zu starke optische Beeinträchtigung der Hausfassade gelten und insbesondere in Eigentumswohnanlagen zu Problemen führen.




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Ein Kommentar zu Ein unbehelligter Auftakt in die Balkonzeit

  1. Karsten sagt:

    Ich lese aus den letzten zeilen, dass es besser ist ein Mieter zu sein als Eigentümer. Anscheinend hat man als Eigentümer in der Eigentümergemeinschaft weniger Rechte denn als Mieter in einer Ähnlichen Wohnsituation.

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