Renaissance des Berliner Westens

15. April 2011 | von

Die neu gebauten Wohnungen im Westen Berlins sind gefragter denn je. Derzeit befinden sich in Westberlin 800 Immobilien im Bau.

Der Westberliner Immobilienmarkt boomt, laut aktueller Marktstudie des Berliner Forschungsinstituts „BulwienGesa“, mit insgesamt 800 Neuwohnungenen. Wo früher Entwickler ihr Geld in den Osten der Hauptstadt investiert haben, kommt es nun zu einer Renaissance des westlichen Wohnungsmarktes in Berlin.

In Kreuzberg werden, gemessen an den Einwohnerzahlen, die meisten Bauvorhaben realisiert. So werden 131 neue Unterkünfte von der „Baywobau“ im Brauhofgarten auf dem Gelände der früheren Schultheiß-Brauerei errichtet. Das zweitgrößte Projekt „Am Urban“ wird gleich von mehreren Baufirmen durchgeführt. In naher Zukunft sollen im ehemaligen Arbeiterviertel 120 neue Wohnungen auf einem alten Krankenhausgelände entstehen.

Auch Charlottenburg zieht nach, und so werden am Kurfürstendamm im Haus „Cumberland“ mit 210 Einheiten die meisten Appartments entstehen. Da die Nachfrage nach den 3.500-7.500 Euro/m² teuren Objekten wohl ziemlich groß ist, müsse man laut Verkaufprofi Dirk Germandi „hinne machen“, um das Bauvorhaben bis Anfang 2013 realisieren zukönnen.

Ein ganz besonderes Projekt wird auch in Wilmersdorf verwirklicht: 144 Eigentumswohnungen und 70 Mieteinheiten sollen auf dem Gelände einer Kleingartenkolonie realisiert werden. Das 95 Millionen Euro kostspielige Bauvorhaben soll Ende 2013 fertig sein.

Schönberg zeigt den vielen neuen Bauvorhaben die kalte Schulter. Hier sollen lediglich 140 Wohnungen gebaut werden, von denen gerade einmal 50 im Bau sind. Der Bezirk Tiergarten holt mit 112 Wohnungen und 80 Geplanten im Vergleich deutlich auf.

Wie aus der Studie hervorgeht, unterscheiden sich Ost-und Westprojekte in ihrer Größe. Die Marktforscher kamen zu dem Ergebnis, dass circa ein Drittel der Westvorhaben mehr als 50 Wohnungen umfassen. In den östlichen Innenstadtteilen der Hauptstadt sind das hingegen nur 12%. Der Grund des Unterschiedes liege laut den Forschern in den größeren westlichen Umwandlungsvorhaben.

Doch die Objekte in Kreuzberg, Charlottenburg, Wilmersdorf, Schönberg und Tiergarten kosten im Schnitt 3500 Euro/m², wobei eine Vielzahl der Bauvorhaben einen durchschnittlichen Kaufpreis von 3000-3500Euro/m² aufweist. Die Preise von neu gebauten Immobilien in Wilmersdorf stehen mit 4040 Euro/m² hier jedoch außer Konkurrenz. Kreuzberg hingegen bietet mit 2.850 Euro/m² echte „Tiefpreise“ an.




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