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    Wohnungsengpass in Berlin

    29. April 2011 in Energie, Mieten. Einen Kommentar verfassen.

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    Der Berliner Wohnungsmarkt ist fast gähnend leer. Weniger Wohnungen als bislang angenommen stehen auf dem Wohnungsmarkt tatsächlich zur Verfügung. Der Mietverein fordert den Senat zum Handeln auf.

    Panorama Berlins mit Fernsehturm

    Wohnungsengpass in Berlin - BMV fordert Senat zum Handeln auf

    Kaum zu glauben, aber wahr: Auf dem Wohnungsmarkt stehen ca. 140.000 Wohnungen leer, doch nur knapp ein Drittel davon, etwa 50.00 Wohnungen, sind auch tatsächlich bezugsfertig. Dieses Ergebnis ist Resultat einer Untersuchung der landeseigenen Investitionsbank Berlin (IBB). Die Untersuchung wurde für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angefertigt.

    Nur 2,7 Prozent der 1,9 Millionen Wohnungen des Berliner Wohnungsmarktes sind nach Angabe der IBB marktaktiv, stehen also zur tatsächlichen Vermietung zur Verfügung. Dies steht laut Berliner Mietverein (BMV) quer zur der vom Senat betriebenen Wohnpolitik der vergangenen Jahre. Denn der Senat hatte immer wieder ein stärkeres Eingreifen in den Wohnungsmarkt sowie eine Neuauflage im Bereich des sozialen Wohnbaus mit der Begründung eines hohen Leerstandes von Berliner Wohnungen abgelehnt.

    BMV fordert Senat zum Handeln auf

    Laut BMV unterliege der Senat einer erheblichen Fehleinschätzung, da die leerstehenden Wohnungen Interessenten nicht zur Verfügung stehen, weil sie gar nicht angeboten werden, so Vereins-Chef Reiner Wild. Aus Spekulationsinteressen würden die Wohnungen vom Markt zurückgehalten, um diese als Gewerberäume oder Ferienwohnungen mit mehr Profit zu verwerten. Der BMV fordert vom Senat schnelles Handeln, um den Verlust von günstigen Wohnungen anzuhalten. Spekulativem Leerstand, Abriss und Umnutzung von Wohnraum soll mit einem Verbot der Zweckentfremdung ein Ende gesetzt werden.

    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sieht in Reaktion auf die Studienergebnisse des IBB jedoch keinen Handlungsbedarf. Sofortige Kurs-Korrekturen seien nicht notwendig. Mathias Gille, Sprecher der Senatsverwaltung, betonte, die Analyse verdeutliche, dass über 50.000 Wohnungen für den Markt nicht verfügbar seien, weil sie beispielsweise modernisiert würden. Die Fluktuationsreserve sei ausreichend hoch, denn nur ca. 14.000 Wohnungen seien überhaupt nicht vermietbar, weil baulicher Zustand oder das Wohnumfeld dies nicht zulassen würden.




    Artikel geschrieben von immobilo_katharina am 29. April 2011 .
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