Zensus 2011: Immobilienbesitzer müssen Auskunft geben

9. Mai 2011 | von

Zusätzlich zu den rund 10 Prozent der Bevölkerung, die im Rahmen der Volkszählung befragt werden, erhalten alle Immobilien- und Wohnungsbesitzer einen Fragebogen per Post. Dies soll der allgemeinen Städteplanung dienlich sein.

Während im Rahmen des heute beginnenden „Zensus 2011“ 10 Prozent der Bevölkerung stichprobenartig zur Teilnahme ausgelost wurden, brauchen Immobilienbesitzer gar nicht darauf hoffen, verschont zu bleiben – sie sind zur Auskunft verpflichtet. Wer sich nicht beteiligt, muss mit mindestens 250 Euro Bußgeld rechnen und den Fragebogen trotz Einwänden ausfüllen. Insgesamt knapp 17,5 Millionen Immobilieneigentümer erhalten einen Fragebogen per Post. Dieser soll innerhalb von 14 Tagen zurückgesandt werden. Alternativ können die Angaben auch über ein Online-Formular auf www.zensus2011.de eingegeben werden.

Grund für die Befragung der Immobilienbesitzer ist laut den Initiatoren der „Zensus 2011“ die Möglichkeit, durch die Befragung die Städteplanung realistischer und zielorientierter gestalten zu können. Es soll beispielsweise herausgefunden werden wo und in welchem Ausmaß Wohnungsmangel herrscht, ob und wo es eventuell einen Leerstand zu verzeichnen gibt und wie viel Quadratmeter Wohnraum überhaupt zur Verfügung stehen.

Fragen an die Eigentümer

Folgende Fragen werden im Fragebogen für Immobilieninhaber enthalten sein: Betreffend der Gebäude soll Auskunft über den Gebäudetyp, die Anzahl der Wohnungen und die vorhandene Heizungsart gegeben werden. Bei den Wohnungen stehen die Fragen nach Größe, Bewohnerzahlen, Anzahl der Räume sowie nach der Ausstattung des Badezimmers im Vordergrund. Außerdem können auch die Namen von bis zu zwei Mietern erfragt werden.

Für den Fall, dass Wohneigentümer keine Post erhalten haben, ist es wahrscheinlich, dass stattdessen die jeweiligen Immobilien-Verwaltungen direkt angeschrieben wurden. Es kann aber auch vorkommen, dass ehemalige Eigentümer versehentlich angeschrieben werden. Dann am Besten im Fragebogen unter der 2. Fragestellung „Nein“ ankreuzen und sofern man den jetzigen Eigentümer kennt, diesen bei Frage 3 angeben. Sollte es vorkommen, dass fälschlicherweise der Mieter anstatt des Eigentümers angeschrieben wurde, gilt dieselbe Vorgehensweise. Zusätzlich kann im letzteren Fall im Feld „Bemerkung“ angefügt werden, dass Sie Mieter sind. Auch Mieter oder ehemalige Eigentümer sind zur Angabe der beschriebenen Auskünfte verpflichtet.




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