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    Berliner Mietspiegel sorgt für Wirbel

    31. Mai 2011 in Energie, Mieten, News, Rechtliches. Einen Kommentar verfassen.

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    Der Mietspiegel für Berlin, der gestern auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, überraschte weniger mit dem Ergebnis, dass die Mieten der Hauptstadt weiterhin gestiegen sind, als mit dem unerwarteten Auftritt einiger Demonstranten in roten Pullis und weißen Masken, die ihren Unmut über die steigenden Mietkosten kundtaten.

    Auf der Berliner Pressekonferenz überraschten weniger die gestiegenen Mietpreise als ein paar Demontranten.

    Auf der Berliner Pressekonferenz überraschten weniger die gestiegenen Mietpreise als ein paar Demonstranten.

    Die Mieten für Wohnungen in Berlin steigen weiter. Dies ist das wenig überraschende Ergebnis des Berliner Mietspiegels, der gestern von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) in einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Die Mietspirale dreht sich seit 2009 deutlich schneller als zuvor, im Schnitt um vier Prozent pro Jahr. Damit liegt der durchschnittliche Mietpreis in Berlin bei 5,21 Euro ohne Betriebs- und Heizungskosten.

    Die Stadtentwicklungssenatorin begründet die Situation mit einem „Nachholeffekt“: Aufgrund der Wirtschaftskrise seien die Mieten zwischen 2007 und 2009 weniger angestiegen, was sich nun in Folge wieder ausgleiche. Wenn man das Ergebnis auf einen Zeitraum von zehn Jahren erweitere, liege der Durschnitt bei üblichen zwei Prozent.

    Unterschiede bei den Wohnbezirken

    Nach wie vor gibt es deutliche Unterschiede in den Preissteigerungen, je nachdem, in welchem Stadtbezirk man wohnt. Die bevorzugten Innenstadtbezirke mit ihren beliebten und ohnehin schon teuren Altbauwohnungen verzeichnen einen Anstieg von durchschnittlich 5,5 Prozent im Jahr, doch auch Neubauwohnungen legten teilweise um 7 Prozent zu. Im Gegensatz dazu stiegen die Mieten für Plattenbauten im Ostteil der Stadt nur um 2,3 Prozent im Schnitt, was der Inflationsrate entspricht.
    Je unbeliebter das Viertel und je schlechter der Zustand der Wohnungen, desto günstiger sind die Mieten. Konkret bedeutet dies, dass es die billigsten Wohnungen im Wedding gibt, wo schlecht ausgestattete Altbauwohnungen noch für Durchschnittsmieten zwischen 3 und 4 Euro pro Quadratmeter zu bekommen sind. Günstige Mieten findet man auch bei großen, unsanierten Plattenbauten. Altbauwohnungen, die in gutem Zustand sind, und schöne Neubauwohnungen liegen schnell bei etwa 6 Euro pro Quadratmeter. Besonders für große und sehr gut ausgestattete Neubauwohnungen aus den vergangen Jahren, beispielsweise in Mitte oder Prenzlauer Berg, müssen Mieter tief in die Tasche greifen: Durchschnittlich 8,19 Euro pro Quadratmeter wird hier bezahlt.

    Protest auf der Pressekonferenz

    Die größte Überraschung bei der Pressekonferenz waren allerdings etwas zehn mit roten Kapuzenpullovern und weißen Theatermasken verkleidete Demonstranten, die sich laut Aufdruck auf den Pullovern „die Überflüssigen“ nannten. Sie entrollten ein Transparent „Steigende Mieten - die Stadt gehört uns“ und protestierten so gegen steigende Wohnkosten. Nach einigen Minuten verließen die Demonstranten friedlich den Raum und überließen Junge-Reyer das Wort.




    Artikel geschrieben von immobilo_silke am 31. Mai 2011 .
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