Eigenheim oder Miete?

9. Juni 2011 | von

Die Frage, ob man besser zur Miete oder im Eigenheim oder in der Eigentumswohnung lebt, ist zwar altbekannt, dennoch stellt sie sich jedes Jahr aufs Neue. Besonders im Frühling ist der Wunsch nach Veränderung besonders groß und der Schritt in eine neue Immobilie oft die Konsequenz daraus.

Im Vorfeld überlegen insbesondere junge Paare, vor allem wenn sie in den kommenden Jahren eine Familie gründen möchten, ob es sich nicht rechnet, statt zur Miete im Eigenheim zu wohnen. Damit würde sich außerdem durch die Familienplanung keine Veränderung der Wohnsituation ergeben und man könnte entspannt und in Ruhe das Kinderzimmer einrichten und die weiteren Vorkehrungen treffen.

Der Vorteil eines Hauses gegenüber einer Wohnung liegt in den meisten Fällen klar auf der Hand: Mehr Räume und daher mehr Platz. So müsste im Ernstfall das Arbeitszimmer nicht unbedingt dem Kinderzimmer weichen, sondern beide könnten gleichzeitig im Haushalt bestehen. In erster Linie hängt die Entscheidung, zur Miete zu wohnen oder eine eigene Immobilie zu erwerben, von der individuellen finanziellen Situation ab. Außerdem sollte vor dem Kauf der Immobilie auf deren Lage- und Standortqualität, Ausstattung und energetische Bilanz geachtet werden. Den Traum vom Eigenheim wollen sich über die Hälfte der Deutschen erfüllen. Im Idealfall ist die Immobilie bis zum Rentenalter abbezahlt und daher die optimale Form der Altersvorsorge.

Nachdem Ende 2005 die beliebte Eigenheimzulage abgeschafft wurde, schuf die Regierung Anfang 2008 eine neue Möglichkeit der Eigentumsfinanzierung – das Eigenheimrentengesetz oder einfach „Wohn-Riester“. Leider wissen auch nach über drei Jahren nur wenige über die Förderungsmöglichkeiten Bescheid. Das Eigenheimrentengesetz fördert den Kauf oder Neubau von Wohneigentum, das selbst genutzt wird und sich in einem Mitgliedsstaat der EU befindet. Außerdem muss es sich um den Hauptwohnsitz handeln. Trifft dies zu, erhalten die Besitzer ein Darlehen vom Staat mit mindestens 1 Prozent laufender Tilgung und staatliche Zulagen. Der Darlehensnehmer muss den Kredit bis zum Erreichen seines 68. Lebensjahres zurückzahlen. Besonders für kinderreiche Familien ist „Wohn-Riester“ sehr lukrativ.




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