Dokumentation von Unwetterschäden sinnvoll

13. Juni 2011 | von

Umweltbedingte Schäden an Immobilieneigentum nehmen immer stärker zu. Im Fall der Fälle ist es daher ratsam, Schäden, die beispielsweise nach einem Unwetter entstanden sind, genau zu dokumentieren – damit Probleme mit der Versicherung gar nicht erst entstehen.

Man stelle sich folgendes vor: Durch ein Unwetter entstehen Schäden am Wohneigentum, die die Verbraucher der Versicherung beklagen und erstattet haben wollen. Auf Grund mangelnder Beweislage, d.h. wenn es dem Inhaber nicht nachweisbar ist, dass die Schäden eindeutig von dem Unwetter herrühren, kann es schon einmal zu Problemen und ermüdenden Auseinandersetzung mit den zuständigen Versicherern kommen. Um dies zu vermeiden, rät Versicherungsexperte Michael Wortberg, unmittelbar nach dem Unwetter, eine detaillierte Liste des Schadens zu erstellen, wie er gegenüber news.toptarif.de erläuterte. Denn nur auf diesem Wege sei eine angemessene Rückerstattung durch die Wohngebäude- oder Hausratsversicherung gewährleistet.

Beim Reparieren oder der Wiederinstandsetzung der beschädigten Gegenstände, sollten die Kassenbelege, Reparaturrechnungen und alle Ausgaben, die im Rahmen der durch das Unwetter notwendig gewordenen Reparaturen, sorgfältig aufbewahrt werden. Auch die Aufbewahrung beschädigter Gegenstände bis zur endgültigen Abwicklung der Versicherungssache empfiehlt sich nach den Angaben des Experten. Sollte dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht im Bereich des Möglichen liegen, sollten auf alle Fälle beweiskräftige Fotos oder Videoaufnahmen angefertigt werden.

Bei Umweltschäden gilt die Regel: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“

Weitere vorbeugende Maßnahmen, um in jedem Fall die Rückerstattung der Schadenskosten zu erhalten, sind beispielsweise das Hinzuziehen von Nachbarn als Zeugen und das Anfertigen eines Protokolls. Außerdem sollten von jedem Dokument, das den Schaden notiert und der Versicherung übersandt wird, Kopien angefertigt werden, damit diese sicher in den persönlichen Unterlagen verwahrt werden können und im schlimmsten Fall – z.B. bei Verlust auf dem Postweg – erneut der Versicherung vorgelegt werden können.

Weiterhin sollten Verbraucher sich darüber im Klaren sein, welche der Versicherungen für die Deckung des Schadens zuständig ist. So übernimmt die Hausratsversicherung alle Schäden, die am Hausrat, also beispielsweise an Möbeln, sei es durch Diebstahl, Vandalismus, Blitzschlag oder Brand, entstanden sind. Gegenstände jedoch, die durch Naturgewalten zerstört werden, z.B. durch Hochwasser benötigen einer zusätzlichen Abdeckung durch einen Zusatz in der Hausratversicherung, dem sogenannten „Elementarschutz“. Auch in der Wohngebäudeversicherung, die unter anderem beim Bruch von Fensterscheiben greift, kann eine Elementarschadenklausel aufgenommen werden, die dann Unwetterschäden abdeckt.

Für Unwetterschäden gelten weitere Besonderheiten, denn Schäden, die durch Stürme entstehen, werden beispielsweise erst ab Windstärke acht erstattet, so Wortberg. In diesem Fall muss der Versicherte selbst dafür sorgen, einen Nachweis über die Wetterlage zu erbringen. Der Bund der Versicherten (BdV) rät in solchen Fällen zu einem Wettergutachten oder dazu, auf die Daten der Tagespresse zurückzugreifen.




Artikel bewerten und teilen:
VN:F [1.9.19_1165]
0
Dieser Beitrag wurde unter Ratgeber abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>