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    Immobilien-News und Themen KW 30-2011

    geschrieben am 31. Juli 2011

    Steuerliche Abschreibung für energetische Sanierungen: ZIA fordert Vermittlungsausschuss. Die Debatten des Bundesrats über steuerliche Abschreibung für energetische Gebäudesanierung sind jüngst gescheitert. Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) plädiert nun dafür, so schnell wie möglich einen neuen Vermittlungsausschuss tagen zu lassen, um zu einem akzeptablen Ergebnis zu kommen. [ZIA]

    Stetige Unruhe auf den Kapitalmärkten lässt Investoren auf Sicherheit durch Immobilienkauf hoffen. Immobilien - vor allem Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, aber auch ganze Mietshäuser- waren in letzter Zeit neben Gold und Schweizer Franken bei privaten wie professionellen Investoren äußerst beliebt: Wer sein Bares sicher anlegen wollte, hat nach Kaufobjekten Ausschau gehalten. Die Nachfrage ist nach wie vor groß, die Zinslagen günstig. Doch nun werden auch die Immobilieninvestoren verunsichert: Immobilien bieten keinen Schutz vor Inflation. [FOCUS]

    Sanierungspflicht: Kommunale und öffentliche Wohnungsunternehmen sollen nicht belastet werden. Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) fordert einen Verzicht auf die Sanierungspflicht bei öffentlichen und kommunalen Wohnungsunternehmen, um deren Mieter nicht übermäßig zu belasten. Im Europäischen Rat wird zurzeit über Richtlinie zur Energieeffizienz debattiert, in der kommunale Wohnungsunternehmen verpflichten werden sollen, künftig eine energetische Sanierungsrate von drei Prozent jährlich zu erreichen. [GdW]

    Grundsteuer: Jede dritte größere Stadt erhöht Wohnnebenkosten. Bei jeder dritten Kommune mit mehr als 50.000 Einwohnern wurde 2011 die Grundsteuer für bebaute Grundstücke verteuert, wie die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund mit Berufung auf Erhebungen der Deutschen Industrie- und Handelskammertages berichtet. Als Bestandteil der Betriebskosten betrifft die Erhöhung nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter. [Haus&Grund]

    Investoren interessiert an Sozialimmobilien. Das Interesse an Gesundheits- und Seniorenhäusern boomt gerade regelrecht, wie eine Studie von IVG Research bestätigt. Es locken vergleichsweise hohe Einkommensrenditen und ein vielversprechendes Wachstumspotenzial aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland. [haufe]



    Hohe Zufriedenheit in den Landgemeinden

    geschrieben am 29. Juli 2011

    Von wegen Landflucht: Vor allem die älteren Bevölkerungsgruppen zieht es wieder raus aus den Großstädten. Studien zeigen, dass der Trend zum Leben in der Großstadt weniger stark ausgeprägt ist als bisher angenommen.

    Residenzschloss-und-Bastille,Weimar. Foto: Sebastian Lux  / pixelio.de

    Residenzschloss-und-Bastille,Weimar. Foto: Sebastian Lux / pixelio.de

    Die Großstädte werden immer weiter wachsen, während die Dörfer immer weiter schrumpfen – so war das allgemeine Credo der letzten Monate. Den damaligen Studien zufolge sollten sich die Einwohnerzahlen in den ländlichen Regionen verringern, da immer mehr Menschen ihr Glück in den großen Städten Deutschlands suchten. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass diese Prognosen der vergangenen Jahre etwas überholt sind. Günter Vornholz, Leiter Immobiliensearch bei der Deutschen Hypothekenbank, bestätigt: Es gibt es nicht ausschließlich den Trend zur Stadt hin. Demnach zieht es viele Menschen wieder in idyllische Kleinstädte an der Nord- und Ostseeküste, Dörfer in den Mittelgebirgen oder den Alpen. Eine Umfrage des Bundesamtes für Bauwesen und Raumornung hat nun ergeben, dass 70 Prozent der Bundesbürger auf dem Land mit ihrer Umgebung sehr zufrieden sind, während dies in den Großstädten nur auf 45 Prozent der Menschen zutrifft. [mehr » ]



    Energiewende: Verbraucherinterresse an Ökostrom sinkt deutlich

    geschrieben am 28. Juli 2011

    Die Atomkatastrophe in Fukushima vor gut vier Monaten bewegte tausende deutsche Verbraucher dazu, ihren Stromanbieter zu wechseln und auf Ökostrom umzusteigen. Jedoch hat sich das Konsumentenverhalten, trotz des Reaktorunfalls, nicht nachhaltig verändert. Eine Studie des Verbraucherportals Verivox ergab, dass das Interesse an Ökostrom heute wieder auf das Niveau vom Jahresgbeginn zurückgefallen ist.

    Windkraft und Natur. Foto: berlin-pics  / pixelio.de

    Windkraft und Natur. Foto: berlin-pics / pixelio.de

    Schon nach wenigen Monaten nach dem Reaktorunfall in Japan nimmt das Interesse an Ökostrom nach einer Studie des Verbraucherportals Verivox wieder deutlich ab und erreicht das Niveau Anfang des Jahres. Trotz des Rückgangs sucht dennoch weiterhin die Hälfte der potentiellen Anbieterwechsel nach so genannten „grünen Strom“.

    „Wir konnten bereits in der Vergangenheit beobachten, dass Störfälle in Kernkraftwerken zu einem kurrzeitigen Anstieg der Ökostromanfragen führten“, sagte der Experte des Verivox Vergleichsportals Peter Reese.
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    Rekordpreise für Hamburgs Immobilien: Ein Ende des Preisanstiegs für Wohnungen ist nicht in Sicht

    geschrieben am 26. Juli 2011

    Die Preise auf dem Hamburger Immobilienmarkt kennen weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Dieser Trend wird auch in den kommenden Monaten anhalten, glaubt Matthias Metz, Chef der Bausparkasse Schwäbisch Hall, im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. Laut IVD steigen auch die Preise in bisher weniger beliebten Vierteln.

    Hamburgs Immobilien werden teurer. Foto: Rike  / pixelio.de

    Hamburgs Immobilien werden teurer. Foto: Rike / pixelio.de

    Wenn man die vergangen Monate Revue passieren lässt, wird ein außerordentlich starker Anstieg der Immobilienpreise in Hamburg erkennbar. Metz zufolge ist die Eurokrise und die damit verbundene Unsicherheit über geeignete Geldanlagen einer der Gründe für den Preisanstieg. Viele Bürger sehen Investitionen in Immobilien als eine gute Möglichkeit, im Alter abgesichert zu sein. [mehr » ]



    Wolfgang Joop verkauft seine Potsdamer „Villa Rumpf“

    geschrieben am 25. Juli 2011

    Designer Wolfgang Joop plant, mit seinem Modelabel „Wunderkind“ in größere Räumlichkeiten zu ziehen. Das derzeitige Domizil, die unter Denkmalschutz stehende Potsdamer Luxusimmobilie „Villa Rumpf“ am Heiligen See, steht zum Verkauf – und das für rund 12 Millionen Euro.

    Die Villa Rumpf des Designers Wolfgang Joop soll für rund 12 Millionen Euro zum Verkauf stehen. Foto: CC-BY-SA-2.0-DE.

    Die "Villa Rumpf" des Designers Wolfgang Joop soll für rund 12 Millionen Euro zum Verkauf stehen. Foto: CC-BY-SA-2.0-DE.

    Das Immobilienhandelshaus Berlin Sotheby’s International Realty hat zurzeit eine ganz besondere Luxusimmobilie in seinem Portfolio Die Villa Rumpf, Ludwig-Richter-Straße 17, Potsdam, wird zum Kauf im Internet inseriert. Bislang diente die 16-Zimmer Villa, die 1895 für Maler Fritz Rumpf (1856-1927) erbaut wurde, Modedesigner Wolfgang Joop als Geschäftssitz seines Labels „Wunderkind“. Einem Medienbericht zufolge soll die Villa eine Summe von circa 12 Millionen Euro kosten.

    Erst im Jahr 2000 hatte der Modedesigner die im Stil des holländischen Neobarock entworfene Villa im Zuge einer Zwangsversteigerung erworben und saniert. Der Verkauf sei vor allem darin begründet, dass man „große und sachliche“ Räume benötige, um das bisher auf mehrere Gebäude aufgesplitterte Unternehmen an einem einzigen Geschäftssitz zu vereinen. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen KW 29-2011

    geschrieben am 25. Juli 2011 mit einem Kommentar

    Neue Chance auf Entschädigung für Käufer von Schrottimmobilien. Tausende Opfer von „Schrottimmobilien“ können wieder Hoffnung auf Schadenersatz durch die Banken haben. Der Bundesgerichtshof konnte erstmals der Hypovereinsbank der arglistige Täuschung nachweisen. [FOCUS]

    Dämmplatten: Ursache für Feuchtigkeit und Schimmel. An stark gedämmten Häusern ist der Schimmelbefall besonders groß und kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Dennoch will die Bundesregierung den Einbau von Dämmsystemen in Eigenheimen fördern. Grund dafür ist der Schutz des Klimas durch einen geringeren Heizenergieverbrauch und weniger CO2-Emission. Ganz anders sieht die Situation in den USA aus: Dort wurde bereits in mehreren Bundesstaaten der Einbau von Dämmplatten untersagt. [WELT]

    Neue Wohnungen in der Potsdamer Speicherstadt mit Wasserblick. Der Bauunternehmer Klaus Groth aus Berlin hat eine Vision: Er möchte einen neuen Stadtteil mit cira 270 Wohnungen in der Speicherstadt errichten. Dabei soll knapp die Hälfte der „kleineren“ Wohnungen maximal 70 Quadratmeter groß sein, um so besonders bei gut situierten Singles eine große Nachfrage erzeugen zu können. Kritiker befürchten jedoch mit Blick auf den Streit am Griebnitzsee einen Präzedenzfall, falls sich die Stadt zu nachgiebig zeige. [TAGESSPIEGEL]

    Ausländische Immobillieninvestoren verantwortlich für großvolumige Investments. Eine auffällig große Zahl an Wohnportfolio-Deals wurde im ersten Halbjahr dieses Jahres von ausländischen Investoren abgeschlossen. Aber auch deutsche Anleger werden in Zukunft wohl auch wieder an größeren Paketen beteiligt sein, jedoch steht hier der gezielte Erwerb von kleineren Portfolios im Vordergrund. Generell ist die Zahl der gehandelten Wohneinheiten in diesem Jahr deutlich gestiegen was vor allem mit der Übernahme der Colonia Real Estate durch die TAG Immobilien zusammenhängt. [Haufe]

    Mietverträge mit unzulässigen Einschränkungen. Circa 90 Prozent aller in Deutschland vereinbarter Mietverträge enthalten unzulässige Klauseln und werden so wirkungslos. In vielen Verträgen stehen Regelungen, die zum einen eindeutig gegen das Gesetzt verstoßen und zum anderen den Mieter stark benachteiligen können. Daher empfiehlt der Mieterbund den Mietern eine Prüfung der Mietverträge durch Experten. [T-Online]



    Energieausweis hat keine große Bedeutung am Immobilienmarkt

    geschrieben am 22. Juli 2011

    Sind die Themen Energieeffizienz und energetische Sanierung momentan kaum noch aus der politischen Diskussion wegzudenken, scheint sich die Frage nach der Energiebilanz für Mieter und Käufer von Immobilien kaum mehr zu stellen – vielmehr wird eine positive Energiebilanz schlichtweg vorausgesetzt.

    Miet- und Kaufinteressenten interessieren sich kaum für den 2008 eingeführten Energieausweis.

    Miet- und Kaufinteressenten interessieren sich kaum für den 2008 eingeführten Energieausweis. Foto: www.dena.de

    Käufer und Mieter behandeln bei Besichtigungsterminen kaum noch die Frage nach dem im Jahr 2008 eingeführten Energieausweis für Immobilien. Im Gegenteil, die Energieeffizienz wird inzwischen schlichtweg als Standard vorausgesetzt. Dies zeigt die aktuelle Studie „Marktmonitor Immobilien 2011“ der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) und des Immobilienportals immowelt.de. Damit spielt der verbindliche Energieausweis bei der Immobilienvermarktung nicht die Rolle, die ihm der Gesetzgeber bei seiner Einführung zugedacht hatte, so die Schlussfolgerung von Stephan Kippes, Lehrstuhlinhaber für Immobilienmarketing und Maklerwesen an der HfWU. [mehr » ]



    Gaspreiserhöhung: Preise ziehen durchschnittlich um 11 Prozent an

    geschrieben am 21. Juli 2011

    Der Herbst naht, die Gaspreise steigen: Ganze 90 Gasanbieter wollen im August und September ihre Preise erhöhen. Durchschnittlich 11 Prozent mehr muss der Kunde dann zahlen. Hier lohnt sich der Vergleich verschiedener Anbieter, denn die Unterschiede sind frappierend.

    Im August und September steigen die gaspreise um durchschnittlich 11 Prozent. Foto: iwona golczyk  / pixelio.de

    Im August und September steigen die gaspreise um durchschnittlich 11 Prozent. Foto: iwona golczyk / pixelio.de

    Laut der Verbraucherportale Verivox und toptarif.de planen gleich 90 Gasanbieter, im August und September die Preise drastisch zu erhöhen. Satte 11 Prozent sollen im Schnitt draufgeschlagen werden. Für einen typischen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh würde dies Mehrkosten von jährlich etwa 133 Euro bedeuten. In manchen Regionen kommt es sogar noch schlimmer: Spitzenwert ist die Erhöhung der Gaskosten um 29 Prozent, was sogar eine Mehrbelastung von rund 400 Euro bedeutet.

    Betroffen ist fast jeder fünfte Haushalt mit Gasbezug, da auch einige Grundversorger wie Eon Avacon, EnBW oder der norddeutsche Regionalversorger EWE ihren Kunden Preiserhöhungen zumuten. Auch in größeren Städten wie beispielsweise Bonn, Duisburg, Wuppertal, Chemnitz, Aachen, Hamm, oder Frankfurt am Main bleiben die Verbraucher nicht verschont. [mehr » ]



    BGH beschließt: Minderung des Kaufpreises trotz Kenntnis von Mängeln

    geschrieben am 20. Juli 2011

    Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshof (BGH) stärkt die Position des Immobilienkäufers. Demnach können Käufer einer Eigentumswohnung eine Minderung des Kaufpreises vornehmen, auch wenn diese bereits vor dem Kauf Kenntnis von Mängeln an der Immobiliensache hatten.

    Neues BGH-Urteil zur Kenntis des Käufers. Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de

    Neues BGH-Urteil zur Kenntis des Käufers. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

    Eigentlich gilt für die Kenntnis des Käufers § 442 BGB, der besagt, dass die Rechte des Käufers ausgeschlossen sind, sofern er den Mangel bei Vertragsabschluss kennt. Rechte kann der Käufer nur geltend machen, wenn der Verkäufer einen Mangel arglistig oder grob fahrlässig verschwiegen hat. Die aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofes, dass trotz Kenntnis von Sachmängeln eine Minderung vorgenommen werden kann, gilt allerdings nur, wenn die Kenntnisnahme erst zum Zeitpunkt der Grundbucheintragung klar war. [mehr » ]



    Berlin-Touristen mieten sich gern in Mietswohnungen ein – zum Leidwesen von Anwohnern und Hotelbranche

    geschrieben am 19. Juli 2011

    Der nichtgewerbliche Tourismus ist in Berlin inzwischen Gang und Gebe. Der Grund sind die „illegalen“ Ferien-Mietswohnungen, die Touristen zu Spitzenpreisen angeboten werden. Doch nun fürchtet die Stadt Berlin um seinen Ruf: vom Touristenlärm genervte Anwohner beschweren sich, die Hotelbranche bemängelt fehlende Hygiene und Sicherheitsstandards – mal ganz abgesehen von der immer größer werdenden Konkurrenz.

    Berlin Touristen quartieren sich gerne in privaten Mietswohnungen ein - bloß wie lange noch? Foto: Karl-Heinz Liebisch  / pixelio.de

    Berlin Touristen quartieren sich gerne in privaten Mietswohnungen ein - bloß wie lange noch? Foto: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

    Der Trend, private Mietswohnungen für Touristen als Ferienunterkünfte anzubieten, hält seit dem Jahr 2002 ohne Unterbrechung an – mit gutem Grund. Die Touristen freuen sich über günstige Feriendomizile und im Zuge der Wohnungsraumverknappung begrüßte auch die Politik die zusätzlichen Ferienunterkünfte.

    Inzwischen sind jedoch besonders die Anwohner der bei Touristen beliebten „In-Kieze“ wie etwa Kreuzberg und Prenzlauer Berg mit der Situation unzufrieden. Die Kehrseite des Wohnungs-Tourismus beschert den Anwohnern eben nicht nur Möglichkeiten zum interkulturellen Austausch, sondern auch Party bis spät in die Nacht hinein, natürlich mit einer entsprechenden Geräuschkulisse oder auch mit Müll und Koffern überfüllte Hausflure. Die Anwohner reagieren auf solche Begleiterscheinungen zunehmend genervt. [mehr » ]