Energieeffizienz bei Heizungen und Wärmedämmung senkt den Ölverbrauch

5. Juli 2011 | von

Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) prognostiziert eine deutliche Senkung des Ölverbrauchs durch energieeffiziente Heizungen, Wärmedämmung und Elektroautos. Bis zum Jahr 2025 wird der Verbrauch voraussichtlich um mehr als 13 Prozent reduziert sein.

Nicht nur Dämmen und Sanieren – die Energiewende beinhaltet auch einen sparsamen Umgang mit Energieressourcen. Entsprechend hat sich die Heiztechnologie in Richtung energiesparender Produkte entwickelt. Die Vorschrift der Regierung, ältere Gebäude energetisch zu sanieren, trägt zudem dazu bei, dass die Wärmedämmung verbessert und so der Verbrauch von Energie gesenkt wird. Dies lohnt sich, da die älteren Bauten beim Gesamt-Energieverbrauch mit ca. 40 Prozent ins Gewicht fallen. Nimmt jetzt noch der Gebrauch von Elektroautos zu, ist ein Absinken vor allem des Ölverbrauchs nicht mehr aufzuhalten.

Diese These findet Unterstützung in einer Studie, die der Mineralölverband (MVW) am Montag in Berlin veröffentlichte. Laut Prognose wird der gesamte Ölverbrauch bis zum Jahr 2025 von momentan 106 Millionen Tonnen pro Jahr auf 92 Millionen Tonnen reduziert werden. Dies wäre ein Rückgang um über 13 Prozent. Ausschlaggebend sind in der Tat die energiesparende Heizungen, Wärmedämmung und Elektroautos.

Werden wie erwartet die noch sechs Millionen Ölheizungen zu effizienteren Brennwertheizungen umgebaut und bleibt die Solarenergie zur Unterstützung der Therme weiterhin auf Erfolgskurs, ist so einen Rückgang des Verbrauchs um mehr als 30 Prozent möglich, gestützt durch Wärmedämmung sogar noch mehr. Vermutlich wird der Absatz an leichtem Heizöl so von 21 Millionen Tonnen im Jahr 2010 auf 14 Millionen Tonnen 2025 fallen.

Die Prognose besagt zudem, dass immer mehr Elektroautos genutzt werden, was ein weiterer Dämpfer für den Ölverbrauch darstellt, vor allem was das Benzin angeht. Dazu kommt noch, dass viele Fahrer auf Diesel umsteigen, so dass mit einem Rückgang von 37 Prozent Benzinverbrauch gerechnet werden kann. Der Dieselverbrauch bleibt relativ konstant.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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