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    Immobilien-News und Themen KW 28-2011

    geschrieben am 17. Juli 2011

    Baubranche klagt über zurückhaltende öffentliche Auftraggeber. Einer Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes beklagt ein Großteil der Mitglieder die Zurückhaltung von öffentlichen Auftraggebern. Dagegen sieht die Lage im Wohnungsbau und bei gewerblichen Aufträgen gar nicht so schlecht aus. [haufe]

    Frankfurt benötigt knapp 30.000 neue Wohnungen. Frankfurt gehört zu den Metropolen, die sich über stetig steigende Einwohnerzahlen freuen können. Hinzu kommt die Zunahme der Haushalte, was zu einem immer knapper werdenden Angebot an Wohnungen führt. Bis 2030 sind nach einer Wohnungsbedarfsprognose des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) knapp 32.000 Wohnungen notwendig. [Welt]

    Captain Obvious: München teuerste Stadt bei Wohnungen. Eine Wohnung kaufen oder mieten bleibt in München weiterhin deutlich teurer als in anderen deutschen Metropolen. Zu diesem weder überraschenden noch neuen Fazit kommt das Immobilienportal Immowelt in einer Studie. [T-Online]

    Euro-Krise: Betongold weiterhin sehr gefragt. Nicht enden wollende Krisen in den Euroländern und die Sorge um die Gemeinschaftswährung treibt die Investoren wieder verstärkt in Immobilien. Das Betongold verspricht soliden Inflationsschutz, allerdings sinken durch steigende Preise die Renditen. So sind z.B. in Berlin die Preise für Eigentumswohnungen seit Jahresbeginn um acht Prozent gestiegen. [Welt]

    Studenten wohnen oft noch zu Hause. Studenten wohnen – ob aus finanziellen Gründen oder aus Bequemlichkeit – oft noch im Hotel Mama. Einer Umfrage des Deutschen Studentenwerks (DWS) aus dem Jahr 2009 zufolge wohnt knapp ein Viertel (23%) der Studenten noch in den heimischen vier Wänden. Besonders Männer schwören auf die Vorteile der elterlichen Wohnung, ihr Anteil liegt mit 26% deutlich höher als der der Frauen. [MZ-Web]



    Ausschreibung der TLG Immobilien im Zuge der Privatisierung ab 2012

    geschrieben am 15. Juli 2011

    Um die Neuverschuldung in Deutschland einzudämmen, plant das Bundesfinanzministerium, die Privatisierung von Bundeseigentum aktiv in die Hand zu nehmen: Der Verkauf der ostdeutschen TLG Immobilienholding soll im Jahr 2012 starten.

    Das ostdeutsche Immobilienunternehmen TLG soll privatisiert werden. Foto: www.tlg.de

    Das ostdeutsche Immobilienunternehmen TLG soll privatisiert werden. Foto: www.tlg.de

    Bereits im Jahr 2008 hatte das Bundesfinanzministerium geplant, die TLG Immobilien GmbH Berlin zu veräußern. Damals wurde das Vorhaben allerdings auf Grund der beginnenden Wirtschaftskrise abgebrochen. Nun hat sich das Unternehmen jedoch erholt, seine Effizienzwerte gesteigert und soll nun angesichts des gegenwärtig überaus positiven Wirtschafts- und Immobilienumfelds zu einem Spitzenpreis verkauft werden. Für Anfang 2012 ist eine europaweite Ausschreibung geplant. [mehr » ]



    IVD fordert zeitnahe Entscheidung zur steuerlichen Abschreibung für energetische Sanierungsmaßnahmen

    geschrieben am 14. Juli 2011

    Als Reaktion auf das Scheitern des Gesetzes über die steuerliche Abschreibung für energetische Modernisierungsmaßnahmen appelliert der Immobilienverband Deutschland (IVD) an Bund und Länder, sich schnell zu einigen und Klarheit für Eigentümer zu schaffen.

    Der IVD wendet sich gegen die Vorbehalte des Bundesrats zur steuerlichen Absetzbarkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen. Foto: Clemens Mirwald  / pixelio.de

    Der IVD wendet sich gegen die Vorbehalte des Bundesrats zur steuerlichen Absetzbarkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen. Foto: Clemens Mirwald / pixelio.de

    Dramatisch sei die noch immer ausstehende Entscheidung über Art und Höhe der steuerlichen Abschreibung im Zuge von energetischen Sanierungsmaßnahmen, da die Unsicherheit auf Seiten der Eigentümer erhöht und in der Folge geplante Sanierungsmaßnahmen verschoben würden. Betreffende seien im Unklaren darüber, welche steuerliche Abschreibung überhaupt für sie gelte. Dies beklagt Hans-Joachim Beck, Leiter der Abteilung Steuern im IVD, der uneingeschränkt fordert, endlich Rechtssicherheit für Bauherren und Eigentümer zu schaffen.

    Mit diesem Appell an Bund und Länder stützt Beck die Auffassung des IVD, dass der Gesetzgeber trotz des Vorbehaltes des Bundesrats, die Förderung von energetischen Sanierungen in Form einer attraktiven steuerlichen Absetzbarkeit, nicht aufgeben dürfe. [mehr » ]



    „Stadt der Mieter“: Steigende Mieten verdrängen arme Berliner an den Rand der Stadt

    geschrieben am 13. Juli 2011

    Bildlicher könnte das Verdrängen an den Rand der Gesellschaft nicht sein: Steigende Mieten zwingen immer mehr Berliner Unterstützungsempfänger wie beispielsweise Altersarme, Migrantenfamilien oder alleinerziehende Geringverdienende an die Randgebiete der Stadt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Diakonie sprechen gar von dem Entstehen von Ghettos von Hilfsbedürftigen.

    Berliner Hilfsbedürftige werden an den Rand der Stadt gedrängt.

    Berliner Hilfsbedürftige werden an den Rand der Stadt gedrängt.

    Berlins Hilfebedürftige haben ein Wohnproblem: In den letzten Jahren sind die Mieten in Deutschlands Hauptstadt drastisch gestiegen, die Unterkunfts-Sätze für HartzIV-Empfänger haben sich dagegen in den letzten sechs Jahren nicht geändert. Die circa 331.000 Bedarfsgemeinschaften in Berlin, die auf die Unterstützung vom Staat angewiesen sind, stehen nun vor dem Problem, dass die gesetzlich festgelegten Beträge nicht mehr ausreichen. Die Leistungen für Unterkunft und Heizung, die sich nach der Brutto-Warmmiete und Anzahl der Haushaltsmitglieder richtet, hat eine Obergrenze, die sich mit den gegenwärtigen Mieten nicht mehr vereinen lässt. Auch die steigenden Heizkosten wirken sich negativ auf die ohnehin schon kritische Lage aus. [mehr » ]



    Massiver Wohnungsleerstand in Sachsen-Anhalt

    geschrieben am 12. Juli 2011

    Trotz sinkender Zahlen beklagen die Wohnungsverbände in Sachsen-Anhalten eine noch immer zu hohe Leerstandsquote. Besonders im Vergleich zum Bundesdurchschnitt klaffen riesige Lücken nicht nur zwischen den Quoten, sondern auch im Portemonnaie der Verbände.

    Der massive Wohnungsleerstand ist ein großes Thema auch in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg. Foto: bardewyk.com  / pixelio.de

    Der massive Wohnungsleerstand ist ein großes Thema auch in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg. Foto: bardewyk.com / pixelio.de

    Die Quote von leerstehenden Wohnungen in Sachsen-Anhalt kann zwar einen Rückgang von 15,8% auf rund 11% im Gegensatz zum Vorjahr verzeichnen, trotzdem bedeuten diese Zahlen noch immer eine horrende Anzahl von ungenutzten Wohnungen. Gravierend ist überdies das große Loch bei den Mieteinnahmen der circa 205 Wohnungsunternehmen Sachsen-Anhalts. Immerhin muss hier von einem Verlust in Höhe von rund 118 Millionen Euro für das Jahr 2010 gesprochen werden, die es natürlich für das laufende Jahr zu minimieren gilt.

    Gerade im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in puncto Wohnungsleerstand, beklagt Ronald Meißner, Chef der Wohnungsgenossenschaften, hätte die Quote deutlicher sinken müssen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei immerhin „nur“ 3%. Erschwerend für das Ausmaß des Wohnungsleerstands in diesem Bundesland kommt die sinkende Bevölkerungszahl hinzu. [mehr » ]



    Statistisches Landesamt räumt Fehler bei Zensus-Erinnerungsschreiben ein

    geschrieben am 11. Juli 2011

    In Saarland flatterte vielen Immobilienbesitzern ein mahnendes Schreiben des Statistischen Landesamtes in den Briefkasten. Völlig zu Unrecht, denn sie hatten ihre Teilnahme am Zensus schon pflichtbewusst getätigt. Das Amt räumt jetzt Unstimmigkeiten zu.

    Panne bei den Zensus-Mahnschreiben im Saarland. Foto: Gerd Altmann  / pixelio.de

    Panne bei den Zensus-Mahnschreiben im Saarland. Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

    Der Zensus 2011 ist die erste gemeinsame Volkszählung der Mitgliedstaaten der Europäischen Union. In diesem Zuge wurden Immobilienbesitzer in Deutschland verpflichtet, in einem Fragebogen wahrheitsgemäße Auskunft zu der Art, dem Baujahr und der Heizung ihrer Gebäude sowie die Eigentumsverhältnisse, bei Eigentumswohnungen Angaben über die Bewohner, die Eigentümer, die Nutzung und die Größe zu geben. Um ein Mahnverfahren zu vermeiden, sollten die Eigentümer die Fragebögen binnen 14 Tagen an die Behörden zurücksenden. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen KW 27-2011

    geschrieben am 10. Juli 2011

    Sächsische Mieten sollen stabil bleiben. Der Verband der sächsischen Wohnungsgenossenschaften (VSWG) will die Mieten im Bundesland stabil halten. Bereits jetzt würde auf Mieterhöhungen bei sozial Schwachen verzichtet, berichtet VSWG-Vorstand Axel Viehweger dem mdr. Insgesamt betrachtet werde die Mieterschaft „ärmer und älter.“ [mdr]

    Angleichung der Kündigungsfristen offenbar vom Tisch. Die in Rahmen der Mietrechtsreform geplante Angleichung der Kündigungsfristen für Mieter und Vermieter scheint vorerst zu den Akten gelegt zu sein. Weiterhin gilt, dass Vermieter drei Monate Kündigungsfrist haben, Mieter dagegen – je nach Dauer des Mietverhältnisses – zwischen 3 und 0 Monaten. [n-tv]

    Kündigungsschutz in Berlin erweitert. Sollen Berliner Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden, gilt auch weiterhin eine Kündigungsfrist von 7 Jahren – in nun sechs Bezirken. Die bisherige Regelung läuft im August aus, der Verlängerung war daher dringend notwendig. [ND]

    Spiegelnde Solarzellen müssen nicht geduldet. Wenn die Solaranlage des Nachbarn das Sonnenlicht störend reflektiert, muss dies nicht geduldet werden. Das entschieden die Richter des Landgericht Heidelberg. Die Lichtreflexionen beeinträchtigen das Grundstück des Klägers. [Haufe]



    BGH senkt Hürden für Eigenbedarfskündigung

    geschrieben am 8. Juli 2011

    Eine Kündigung wegen Eigenbedarf führt häufig zu Zweifel und Streit, da Mieter sich aufgrund der plötzlichen Kündigung benachteiligt fühlen und die Notwendigkeit des „Eigenbedarfs“ oftmals in Frage stellen. Ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs stärkt nun die Position des Vermieters.

    BGH stärkt Vermieterposition bei Kündigungen wegen Eigenbedarf. Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de

    BGH stärkt Vermieterposition bei Kündigungen wegen Eigenbedarf. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

    Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs flattert bei Mietern zuweilen unvorhersehbar in Haus und so manch einer stürzt aufgrund der Tatsache, sich nun eine neue Bleibe suchen zu müssen, in eine echte Krise. Kein Wunder, dass sich Mieter gegen diese Art der Kündigung oft zur Wehr setzen. So geschehen auch in München, wo ein Vermieter und ein Mieter über die Wirksamkeit der Eigenbedarfskündigung stritten. [mehr » ]



    Bundeshaushalt 2012: Immobilienwirtschaft fordert, Städtebau und altersgerechtes Wohnen nicht zu vernachlässigen

    geschrieben am 7. Juli 2011

    Angesichts der Verabschiedung des Entwurfs zum Bundeshaushalt für das Jahr 2012 durch das Bundeskabinett appelliert die Immobilienwirtschaft nun, besonders die Themen „altersgerechtes Wohnen“, „Städtebauförderung“ sowie eine langfristige Planung im Bereich der Konditionen für Gebäudesanierungen sinnvoll weiterzuführen anstatt sie hintenan zu stellen.

    Für 2012 sind keine Fördermittel für das KfW-Programm "Altersgerecht umbauen" mehr vorgesehen.

    Für 2012 sind keine Fördermittel für das KfW-Programm "Altersgerecht umbauen" mehr vorgesehen.

    Besonderes Anliegen der Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI)in Reaktion auf den kürzlich verabschiedeten Haushaltsentwurf 2012 ist die Berücksichtigung des demographischen Wandels in Deutschland und in Folge dessen vor allem die Weiterführung des KfW-Programmes „Altersgerecht umbauen“. Gerade im Hinblick auf den Umstand, dass der Anteil der Jüngeren an der Gesamtbevölkerung stetig schwindet und im gleichen Zug jedoch ein Anstieg der über 65-Jährigen bis 2030 auf circa 22,3 Millionen angenommen wird, gewinnt das altersgerechte Wohnen eine immer größere Bedeutung – schließlich wird nach dieser Rechnung bald jeder vierte Bundesbürger zu der Gruppe der über 65-Jährigen zu zählen sein. Besonders deutlich machen sich die demografischen Veränderungen auch in der Altersgruppe der über 80-Jährigen bemerkbar, bei der bis 2030 eine Zahl von rund 6,4 Millionen erwartet wird. [mehr » ]



    Verbände kritisieren Einsparungen beim Städtebau

    geschrieben am 6. Juli 2011

    Dass der Bund die Gelder für den Städtebau doch nicht wie geplant halbiert, ist für viele Verbände nur ein schwacher Trost. Statt einer Kürzung müssten die Mittel aufgestockt werden, fordert der Mieterbund. In ein ähnliches Horn stößt auch das Baugewerbe, Wohnungsgenossenschaften warnen vor „Geisterstädten“.

    "Geisterstädte": Verbände warnen vor den Auswirkungen mangelnder Städtebauförderung. Foto: Melanie Möller  / pixelio.de

    "Geisterstädte": Verbände warnen vor den Auswirkungen mangelnder Städtebauförderung. Foto: Melanie Möller / pixelio.de

    „Das ist erneut eine Niederlage für Bundesbauminister Ramsauer“, schimpfte Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB). Und weiter: „Er kann sich im Kabinett offensichtlich nicht durchsetzen und streicht die Städtebaufördermittel weiter zusammen“, lässt der Mieterbund-Direktor leichte Zweifel an den Kompetenzen Ramsauers (CSU) aufkommen.

    Grund des Ärgers ist das angekündigte weitere Absenken der Städtebauförderung um 45 Millionen Euro auf 410 Millionen Euro ab 2012. Zwar verkauft der Bauminister die Kürzung als „großen Erfolg“, schließlich war ursprünglich eine Kürzung von 450 Millionen auf 266 Millionen Euro vorgesehen, den Mieterbund überzeugen solche Argumente wenig. Nicht zu Unrecht verweist Siebenkotten [mehr » ]