Heizenergieverbrauch seit 2002 beachtlich gesunken

15. August 2011 | von

Der Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden ist seit der Einführung der Energiesparverordnung (EnEV) im Jahr 2002 bis zum Jahr 2010 um 22 Prozent gesunken.

Eine Senkung des Heizenergieverbrauches um durchschnittlich 22 Prozent im Messungszeitraum von 2002, dem Jahr des Inkrafttretens der Energiesparverordnung, bis zum Jahr 2010, konnte in deutschen Wohngebäuden bisher erzielt werden. Damit ergibt sich ein jährlicher Rückgang des Verbrauchs von Heizenergie in Höhe von 2,75 Prozent. Dies ergab eine aktuelle Auswertung der gemeinnützigen co2online GmbH, die auf rund eine Million Wohngebäudedaten im Zuge ihrer Analyse zurückgreifen konnte.

Statt im Schnitt 161 Kilowattstunden (2002) benötigen Wohngebäude im Jahr 2010 lediglich noch durchschnittlich 126 Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online, betont, dass die Ergebnisse nicht nur einen positiven Trend in der Entwicklung der Energieeffizienz der deutschen Wohngebäude zeigen, sondern auch Anreize dazu liefern, die Einsparpotenziale bezüglich der energetischen Gebäudesanierung vermehrt auszuschöpfen.

Energieeinsparpotenziale müssen noch stärker ausgenutzt werden

Gerade im Bereich der Altbauten, die in Deutschland bislang noch mehrheitlich vorkommen – rund 75 Prozent davon wurden sogar schon vor 1979 errichtet –, liegen enorme Einsparpotenziale in puncto Heizenergieverbrauch. Hengstenberg machte außerdem darauf aufmerksam, dass für die bislang erreichten Einsparungen die gesetzlichen Vorgaben für den energetischen Zustand von Neubauten sowie für Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand maßgeblich verantwortlich sind. Damit spielt der co2online Geschäftsführer nicht nur auf die EnEV an, sondern auch auf die Regelungen seit der ersten Wärmeschutzverordnung aus dem Jahr 1978.

Hengstenberg spricht sich jedoch auch deutlich dafür aus, das Sanierungstempo zu steigern, sollen die von der Regierung angepeilten Klimaschutzziele bis 2020 tatsächlich erreicht werden. Entscheidend ist für Hengstenberg zur Erreichung diese Ziels „ein Dreiklang aus fordern, fördern und informieren, um die Bürger zu Effizienzmaßnahmen zu motivieren.“ Immerhin fällt der größte Teil des Energieverbrauchs in Privathaushalten auf die Warmwasserbereitung und das Heizen.




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