Günstige Immobilienpreise: „Finanztest“ veröffentlicht neueste Ergebnisse zum Preisniveau der Eigenheime in Deutschland

17. August 2011 | von

Wer mit dem Gedanken spielt, sein Geld in Immobilien zu investieren, der sollte jetzt zuschlagen. In der September-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ teilen die Experten von „Stiftung Warentest“ mit, dass Wohnungen und Häuser in Deutschland derzeit so günstig sind wie das letzte Mal Mitte der 1990er Jahre.

Für Wohnungskäufer und Bauherren ist laut „Finanztest“ jetzt der richtige Moment für Investitionen gekommen. „Stiftung Warentest“ hat auf der Basis der Preisdatenbank des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken das durchschnittliche Preisniveau von Immobilien in Deutschland ermittelt. Die Untersuchung erstreckte sich auf alle Landkreise und kreisfreie Städte sowie wie auf weitere 21 Städte. Es wurden sowohl luxuriöse Immobilien in Toplagen als auch einfache Wohnungen in mittleren Gegenden in die Untersuchung einbezogen. Nun veröffentlicht „Finanztest“ erstmals ausführliche Detailergebnisse.

Erfreulich ist, dass die Zinsen derzeit so niedrig sind, dass sich der Immobilienkauf auch für den Durchschnittsverdiener lohnt. Seit April haben die Banken die Zinsen für Immobiliendarlehen so sehr gesenkt, dass selbst Kredite mit einer Zinsbindung von 20 Jahren von manchen Banken für weniger als 4,5 Prozent Zinsen pro Jahr angeboten werden. Unter solchen Bedingungen könnte demnach ein Kredit von 100.000 Euro mit einer Monatsrate von unter 500 Euro bequem abbezahlt werden.

Regionale Preisgefälle

Wie teuer Haus oder Wohnung tatsächlich sind, hängt zum großen Teil auch davon ab, wo sie sich befinden. So kostet beispielsweise eine Wohnung von 80 Quadratmetern in mittlerer Lage in Magdeburg 100.000 Euro, während der Käufer einer vergleichbaren Wohnung in München schon 270.000 Euro zahlen muss. Das führt zu erheblichen Unterschieden bei der Kreditfinanzierung. Bei einem Eigenkapitalanteil von 50.000 Euro müsste der Käufer in München eine Monatsrate von 1.300 Euro bezahlen, um seinen Kredit zu tilgen. Für den Magdeburger wären es dagegen nur 340 Euro.

Auch die Kosten für Einfamilienhäuser variieren von Nord- nach Süddeutschland. Während man im Norden für einen Quadratmeter Wohnfläche weniger als 1.500 Euro zahlt, muss man in Baden-Württemberg und Bayern schon erheblich mehr Geld dafür hinlegen. Günstig dagegen ist es im Osten der Republik, wobei es auch dort Ausnahmen gibt. In bestimmten Teilen Berlins, an der Ostseeküste sowie in Städten wie Dresden und Jena muss man mit höheren Preisen für Eigentumswohnungen rechnen. Dabei richtet sich der Preis nicht nur nach der Stadt selbst, sondern auch danach, in welcher Lage die Immobilie innerhalb der Stadt selbst liegt. Eine gute Infrastruktur – viele Geschäfte, Ärzte und soziale und kulturelle Einrichtungen – kann schon mal dazu führen, dass eine Wohnung rund 30 Prozent mehr kostet als eine vergleichbare Wohnung in einer weniger belebten Gegend.




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