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    Ökostrom unter Umständen günstiger als grauer Strom

    18. August 2011 in Energie, News. Einen Kommentar verfassen.

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    Hartnäckig hält sich seit Jahren das Gerücht, grüner Strom müsse teurer sein als konventioneller Strom. Für viele Verbraucher ist dieses Missverständnis ein Hemmnis, auf Ökostrom umzusteigen. Dabei kann man mit der regenerativen Variante manchmal sogar Geld sparen.

    Mit Ökostrom kann Geld gespart werden. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

    Mit Ökostrom kann Geld gespart werden. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

    Ökostrom ist teuerer als grauer Strom – wer hat diese Aussage nicht schon einmal gehört. Dabei kann durch den Wechsel zu Ökostrom die Jahresrechnung sogar noch günstiger ausfallen, wie der Energiepreisvergleich in 200 Städten nachweist.

    Nicht erst nach Fukushima wächst das Interesse der Deutschen an sichereren Versorgungsvarianten. Wie die Bundesnetzagentur in Bonn bestätigt, ist die Zahl der Ökostrom-Haushalte seit 2009 bundesweit von 2,6 Millionen Kunden auf knapp 3,2 Millionen gestiegen. Entsprechend reagieren auch die Anbieter auf die Nachfrage. Wer sich für einen Wechsel zu grünem Strom interessiert, sollte daher unbedingt Preisvergleiche anstellen.

    Die Konditionen der Anbieter unterscheiden sich teilweise frappierend: Das Verbraucherportal Toptarif hat bei seinem aktuellen Ökostrom-Vergleich in 200 bundesdeutschen Städten eine Preisdifferenz 150 Euro errechnet. Dabei ermittelte Toptarif aus den 20 günstigsten Stromtarifen - grau wie grün - der untersuchten Städte einen Mittelwert, Ausgangsbasis war der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch einer typischen vierköpfigen Familie (3500 Kilowattstunden). Der Durchschnittwert beträgt hiernach etwa 792 Euro im Jahr, also circa 23 Cent pro Kilowattstunde.

    Deutliche regionale Unterschiede

    Den günstigsten Ökostrom kann man laut Berechnung in Aschaffenburg (Bayern) beziehen: Hier beträgt die Durchschnittsjahresrechnung nur etwa 722 Euro. Ganz im Gegenteil zum Osten der Republik, denn beispielsweise im sächsischen Görlitz schlägt die Ökostromrechnung mit rund 878 Euro pro Jahr zu Buche. Görlitz ist damit Negativ-Spitzenreiter in Sachen grüner Strompreis.

    Relativ im Durchschnitt liegen Ökostromkunden in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Köln. Hier kann also durch Ökostrom nicht gespart werden, doch zumindest zahlt der Kunde auch nicht drauf. Positiv sticht nur die bayerische Landeshauptstadt hervor: In München liegt der Durchschnittspreis 4,5 Prozent unter dem Bundesschnitt, nämlich bei 764 Euro.




    Artikel geschrieben von immobilo_silke am 18. August 2011 .
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