Glühlampe ade

26. August 2011 | von

Bald ist es soweit, nach der Ausmusterung der 100 und 75 Watt Glühlampen wird am 1. September nun auch die 60 Watt Glühbirne aus dem Verkehr gezogen. dena und Stiftung Warentest nahmen dies zum Anlass, LEDs und Energiesparlampen auf Lichtqualität und Umweltverträglichkeit zu testen.

Das Aus des traditionellen Lichtspenders Glühbirne war schon seit längerer Zeit abzusehen. Größtes Argument für die Ablösung des Leuchtmittels und Manko desselben ist die enorme Ineffizienz der Glühbirne: zwischen 90 und 95 Prozent der erzeugten Energie wandelt die Glühlampe nämlich nicht in Licht um, sondern gibt die Energie in Form von Wärme an ihre Umgebung ab. Aus diesem Grund wurden bereits die 100 und 75 Watt Birnen aus dem Verkauf genommen, ab 1. September soll auch die 60 Watt Lampe nicht mehr käuflich erwerblich sein.

Als energieeffiziente Alternativen zur Glühlampe als Leuchtmittel stehen Energiesparlampen und LEDs (Light Emitting Diodes) für die Kunden bereit. Nicht nur die Umwelt, auch die Verbraucher sollen von diesen Leuchtmitteln profitieren. So lassen sich durch den Einsatz von energieeffizienten Lampen Stromkosten für die Beleuchtung um bis zu 80 Prozent im Vergleich zu den alt hergebrachten Glühlampen einsparen. Weiteres Plus der Energiesparlampe ist beispielsweise auch ihr lange Lebensdauer: sie leuchtet im Schnitt etwa 10 mal so lange wie eine herkömmliche Glühlampe.

Energiesparlampen haben großes Einspar-Potential

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), die durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in ihrer Kampagne „Initiative EnergieEffizienz“ gefördert wurde, hat durch Berechnungen festgestellt, dass der Austausch einer 60 Watt Lampe gegen eine 11 Watt Energiesparlampe eine Ersparnis der Stromkosten von knapp 120 Euro einbringt.

Des Weiteren empfiehlt die dena, um eine genauso helle Lichtqualität zu erzielen wie mit den Glühlampen, dass die Energiesparlampe in etwa den Lumen-Wert (lm) besitzt, wie die Glühbirne, die ausgetauscht werden soll. LEDs hingegen eignen sich laut dena bislang nur für den Austausch von Glühlampen, die bis zu 40 Watt Leistung erzielen. Im Dschungel der verschiedenen Energiesparlampen sind solche Hinweise Gold wert, denn nicht nur die Preisspanne der energieeffizienten Leuchtmittel ist enorm, auch die Eigenschaften von Leuchtkraft, Giftstoffgehalt und Aufwärmdauer unterscheiden sich teilweise stark.

LEDs punkten bei der Energiebilanz

Der neueste Test der Stiftung Warentest soll hier Licht ins Dunkel bringen, so wurden im Rahmen der Untersuchung Kompaktleuchtstofflampen, LED-Lampen und Halogenglühlampen genau unter die Lupe genommen. Zu den Bewertungskriterien zählten unter anderem die Lichtausbeute, die Umweltbilanz, die Haltbarkeit sowie die Aufwärmdauer und das Verhalten bei schwankenden Außentemperaturen. Insgesamt wurden 20 Lampen getestet, darunter je 3 LEDs und Halogenlampen sowie 14 Kompaktleuchtstofflampen.

Die LED-Lampen schnitten im Test mit Abstand am besten ab, was sich auf ihre durchweg positive Energiebilanz zurückführen lässt, die sich entsprechend in den Stromkosten widerspiegelt. So sind hier Einsparpotentiale von über 100 Euro im Jahr möglich. Zum Vergleich: Nach Maßgabe von 6.000 Brennstunden fallen bei 60 Watt Glühlampen circa 86 Euro Stromkosten an, bei den LEDs sind es dagegen nur 20 Euro. Weiterer Vorteil der LED Leuchtmittel ist auch die lange Haltbarkeit von bis zu 25.000 Brennstunden, Lampen mit Glühdraht halten nur 1.000 Brennstunden. Manko der LEDs ist jedoch oftmals eine zu geringe Helligkeitsleistung sowie der Umstand, dass die Leuchtmittel mit 40 bis 45 Euro die teuersten getesteten Leuchtmittel darstellen.

Die Energiesparlampen oder Kompaktleuchtstofflampen sind dagegen um einiges günstiger, sie sind bereits ab 1,99 Euro zu haben. Dafür bemängelte die Stiftung Warentest vor allem die lange Aufwärmzeit der Lampen. Am schlechtesten schnitten im Test die Halogenlampen ab, zwar kommen diese den herkömmlichen Glühlampen in puncto „warmes Licht“ am nächsten, geben jedoch auch den größten Teil ihrer Energie als Wärme in die umgebende Luft ab.




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