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    BGH: Grundbuch-Einsicht für Journalisten erlaubt

    geschrieben am 30. September 2011

    Bei berechtigtem Interesse stehen Grundbuchakten für die Presse nicht unter Verschluss. Foto: Matthias Balzer / pixelio.de

    Im Rahmen einer journalistischen Recherche zu einem Thema, das von öffentlichem Interesse ist, kann für die Vertreter der Presse ein Recht darauf bestehen, den Eintrag in das Grundbuch sowie die Grundakten eines Grundstückes einzusehen – so ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH).

    Die Einsicht in die Daten eines Grundstückes durch Journalisten ist rechtens, solange diese Recherche mit dem öffentlichen Interesse begründet werden kann. Dies entschied der BGH in Anbetracht eines verhandelten Falles, bei dem die Herausgeberin eines Nachrichtenmagazins ebendiese Einsicht in das Grundbuch eines Grundstückes beim Grundbuchamt beantragt hatte. Das Prekäre: es handelte sich dabei um ein Grundstück eines bekannten Politikers und dessen Frau. Als Begründung für die beantragte Einsicht gab die Herausgeberin an, sie hege den Verdacht, dass dem Ehepaar durch einen bekannten Unternehmer finanzielle Vergünstigungen bei dem Erwerb des Grundstückes zuteil geworden seien. Auf diesem Verdacht baue ihre Recherche auf. [mehr » ]



    BGH: Kurze Benachrichtigung über Modernisierungsmaßnahmen ausreichend

    geschrieben am 29. September 2011

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem aktuellen Urteil die Rechte der Vermieter gestärkt: Steht eine Wohnungsmodernisierung an, muss der Mieter nur stichwortartig informiert werden.

    BGH: Benachrichtigung über Modernisierungsmaßnahmen müssen nicht detailliert sein. Foto: © Bundesgerichtshof

    BGH: Benachrichtigung über Modernisierungsmaßnahmen müssen nicht detailliert sein. Foto: © Bundesgerichtshof

    Vermieter, die eine Wohnung aus ihrem Besitz modernisieren möchten, müssen die Mieter rechtzeitig informieren. Allerdings reicht eine stichwortartige Benachrichtigung, wie der Bundesgerichtshof (BGH) nun entschied.

    In der Benachrichtigung muss nicht die Planung detailliert dargelegt werden, es muss nur ein „realitätsnahes Bild von den beabsichtigten baulichen Maßnahmen“ vermittelt werden. Verpflichtet ist der Vermieter nach dem Urteil dazu, den Mietern spätestens drei Monate vor Beginn der Umbauarbeiten Bescheid zu geben und dabei über die Art der Modernisierungsvorhaben, deren Beginn, die zu erwartende Dauer der Bauarbeiten und die Auswirkungen auf die Miete, z. B. eine ausstehende Mieterhöhung, aufzuklären. [mehr » ]



    Immobilien-Anleger investieren verstärkt an Nord- und Ostseeküste

    geschrieben am 28. September 2011

    Ferienimmobilien in den deutschen Küstenregionen sind derzeit besonders begehrt. Im dritten Jahr nach der Lehman-Pleite steigen die Preise für deutsche Feriendomizile um 10 bis 30 Prozent. Das ergab eine Untersuchung des Magazins „Capital“.

    Besonders auf Sylt sind Feriendomizile als Geldanlage sehr begehrt. Foto: x-ray-andi / pixelio.de

    Besonder auf Sylt sind Feriendomizile als Geldanlagen sehr begehrt. Foto: x-ray-andi / pixelio.de

    In Zeiten, in denen die europäische Währungsunion unter dem Druck der Schulden ihrer Mitglieder steht und Angst vor Inflation herrscht, scheinen Immobilien eine sichere Geldanlage zu sein. Der Trend geht zur Zweit- oder Drittimmobilie: dem Feriendomizil. Besonders sicher hält man dabei, laut „Capital“, die deutschen Immobilien. Ferienhäuser in den Küstenregionen der Nord- und Ostsee sind so begehrt, dass die Preise dafür in diesem Jahr um bis zu 30 Prozent gestiegen sind. [mehr » ]



    Baufinanzierung: Bauherren können sich über niedrige Baugeld-Zinsen freuen

    geschrieben am 27. September 2011

    Die Bauzinsentwicklung bleibt auch im September 2011 auf einem niedrigen Niveau. Durch die stabilen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank können sich die Kreditnehmer zudem eine günstige Anschlussfinanzierung sichern.

    Baugeld ist so günstig wie seit vielen Jahren nicht mehr und Hypothekenzinsen bleiben auf niedrigem Niveau. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

    Baugeld ist so günstig wie seit vielen Jahren nicht mehr und Hypothekenzinsen bleiben auf niedrigem Niveau. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

    Die Baugeld-Zinsen bleiben auch im 3. Quartal dieses Jahres auf einem beständigen und niedrigen Niveau. Günstige Hypothekendarlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren sind bereits ab durchschnittlich 3,25 Prozent effektiven Zinsen per anno möglich. Bei kürzeren Kreditlaufzeiten werden Zinssätze sogar unterhalb der 3 Prozent-Marke angeboten.

    Auch wenn auf Marktanalysen basierende Prognosen zukünftig einen Anstieg des Leitzinssatzes voraussagen, blieb dieser im September weiterhin bei 1,5 Prozent. Die europaweite gestiegene Inflationsrate und die wirtschaftliche Entwicklung des Kapitalmarktes veranlasste die Europäische Zentralbank (EZB), den Leitzins zuletzt im Juni 2011 um 0,25 Prozentpunkte [mehr » ]



    Kein Vermittlungsausschuss für Klärung der steuerlichen Absetzbarkeit für Gebäudesanierungen

    geschrieben am 26. September 2011

    Der Antrag der Grünen wurde im Bundestag abgelehnt: Es wird kein Vermittlungsausschuss zur Klärung des Streits von Bund und Ländern bezüglich der steuerlichen Förderungen von energetischen Sanierungen einberufen. Daher warten nun FDP und CDU mit einem eigenen Antrag auf, der jedoch von Seiten der Immobilienverbände in der Kritik steht.

    Die Immobilienverbände fordern die Regierung dazu auf, den Energiewende voranzutreiben. Foto: Bärbel Gast  / pixelio.de

    Die Immobilienverbände fordern die Regierung dazu auf, die Energiewende voranzutreiben. Foto: Bärbel Gast / pixelio.de

    Nach den Forderungen der Immobilienverbände an die Bundesregierung, endlich eine Einigung bezüglich der steuerlichen Absetzbarkeit für energetische Gebäudesanierung zu finden, hatten die Verbände zunächst aufgeatmet, als vor wenigen Wochen verkündet wurde, dass das Gesetz zügig im Vermittlungsausschuss beraten werden soll. Die neuesten Entwicklungen jedoch ergaben, dass der Antrag der Grünen, einen Vermittlungsausschuss im Bund-Länder-Streit um die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen anzurufen, im Bundestag gescheitert ist. Aus diesem Grund forderten die Union und die FDP nun die Regierung in einem eigenen Antrag dazu auf, mit den Ländern einen Kompromiss über die Steuerfrage zu finden. [mehr » ]



    Immobilien-News und Themen KW 38-2011

    geschrieben am 25. September 2011

    Immobilienbetrug: Rechtsanwalt wegen Vorwurf der Untreue und des Betrugs in einem besonders schweren Fall vor Gericht. Ein Jura-Professor und Rechtsanwalt steht in München vor dem Landgericht, weil er eine Mandantin bei einem Immobiliendeal um rund eine Million Euro geprellt haben soll. Der Angeklagte beteuert bislang seine Unschuld.[Welt]

    Zu wenig Geschäftsflächen in Bonn. In Bonn fehlt es an Retailflächen, moniert das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE). Auch die neuen Flächen im Maximilian-Center können den Bedarf nicht decken, es fehlen noch weitere Geschäfte mit mindestens 300 Quadratmetern Verkaufsfläche. Viele Filialisten würden gern ihre Verkaufsräume vergrößern. [deal-magazin]

    Intelligente Stromzähler lassen Rückschlüsse auf gesehene Fernsehprogramme zu. Sogenannte Smart Meter sollen anhand des für bestimmte Geräte typischen Stromverbrauchs anzeigen, welche Geräte in einem Haushalt zu welchen Teilen genutzt werden. Nun stellte sich heraus, dass die Verbrauchsdaten auch Rückschlüsse darauf zulassen, welches TV-Programm geschaut wurden. [Heise]

    Jones Lang LaSalle-Prognosen: Ladenmieten weiter mit Preisanstiegen. Ladenmieten in Toplagen werden vermutlich auch im 2. Halbjahr 2011 teuerer werden. Dies ergab eine bundesweite Untersuchung von 185 Einzelhandelstandorten durch Jones Lang LaSalle. Die durchschnittliche Spitzenmiete im 2. Halbjahr wird den Prognosen zufolge erstmals seit 1995 wieder oberhalb der Marke von 60 Euro pro Quadratmeter liegen. [Jones Lang LaSalle]

    Haus & Grund warnt vor Austausch von Zentralheizungen: können Sondereigentum sein. Wenn eine Wohnungseigentümergemeinschaft die Zentralheizung austauschen lassen möchte, sollte zunächst geklärt werden, ob Heizkörper und Anschlussleitungen im Sondereigentum stehen. Ist diese der Fall, so urteilte der Bundesgerichtshof, muss der jeweilige Eigentümer seine Zustimmung gegeben haben. (BGH, Az. V ZR 176/10). [Haus und Grund]

    Bundesregierung: Energiewende verzögert sich weiter. Die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI), der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), der Deutsche Mieterbund (DMB) und andere Immobilienverbände kritisieren ein weiteres Verzögern der Energiewende seitens der Bundesregierung. Nachdem die Grünen im Bundestag mit einem Antrag, den Vermittlungsausschuss im Bund-Länder-Streit um die steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen anzurufen, gescheitert waren, stellten jetzt CDU und FDP einen Antrag. Den Immobilienverbänden reicht dies nicht: „Der Antrag der Regierungsfraktionen ist schön und gut, doch für eine zügige Verabschiedung des Gesetzes wird er nichts bringen“, so beispielsweise ZIA-Präsident Andreas Mattner. [BFW]



    Bedarf an Wohnungsneubauten längst nicht gedeckt

    geschrieben am 23. September 2011

    Durch Abrisse und Umnutzungen von Wohneigentum sind in der Vergangenheit zahlreiche Wohnungen vom Wohnungsmarkt verschwunden. Vor allem in den deutschen Großstädten versucht man die Verluste durch Neubauten abzuwiegeln, doch der Bedarf an neu errichteten Wohneinheiten ist nach wie vor groß, wie der Immobilienverband IVD verlautbaren ließ.

    Der Bedarf an Neubauten ist vor allem in den deutschen Metropolen nach wie vor groß.

    Der Bedarf an Neubauten ist vor allem in den deutschen Metropolen nach wie vor groß.

    Eine aktuelle Analyse der bundesweiten Baufertigstellungszahlen, die durch das Center for Real Estate Studies (CRES) an der Steinbeis Hochschule Berlin (SHB) durchgeführt und vom Immobilienverband IVD in Auftrag gegeben wurde, führt den akuten Bedarf an Neubauten in Deutschland vor Augen. Der Anzahl von rund 27.500 Wohnungseinheiten, die im vergangenen Jahr etwa durch Abriss auf dem Wohnungsmarkt nicht mehr verfügbar sind, steht eine Anzahl von circa 142.891 Wohnungen entgegen, die seitdem neu errichtet wurde. Das heißt, es handelt sich um einen realen Wachstum des Wohnungsbestandes von knapp 115.000 Wohnungen. [mehr » ]



    Gagfah poliert Image auf: Schimmel soll schneller beseitigt werden

    geschrieben am 22. September 2011

    Der Ruf der Gagfah kann wohl als „ramponiert“ bezeichnet werden. Nach der Milliarden-Klage der Stadt Dresden wegen Verletzung der Sozialcharta, Ärger an der Börse, dem Verdacht auf Insiderhandel gegen Gagfah-Chef Brennan und zuletzt dem geplanten Verkauf des Berliner Immobilienportfolios an die GSW Immobilien AG versucht der Konzern nun offensichtlich, zumindest den verärgerten Hamburger Mietern entgegen zu kommen. In der Hansestadt hatte es unzählige Klagen wegen Schimmelbefalls gegeben.

    Die Gagfah hat in den letzten Monaten eher mit Negativschlagzeilen für Furore gesorgt. Nun scheint der Immobilienkonzern auch einmal Gutes verlauten lassen zu wollen: In Hamburg wurde Mietern von Schimmelwohnungen schnelle Hilfe angekündigt.

    Die Gagafah will in Hamburg endlich gegen Schimmelwohnungen vorgehen.

    Die Gagafah will in Hamburg endlich gegen Schimmelwohnungen vorgehen.

    Voraus ging ein Strategiegespräch mit dem Hamburger Mieterverein. Dem von der Gagfah bestätigten Gesprächsprotokoll zufolge kündigte der Wohnungskonzern an, die durch Schimmel entstandenen Schäden umgehend beseitigen zu lassen. „Die Gagfah Group gesteht zu, dass sie ihre Reaktionsgeschwindigkeit und Abarbeitungsgeschwindigkeit erhöhen muss“, gibt man dort auch erstmalig offen Fehler zu. Allerdings wurde als Rechtfertigung der bisherigen Versäumnisse angebracht, dass viele Mieter ihre Schäden lediglich durch telefonische Beschwerde melden würden, außerdem seinen Notfälle auch innerhalb eines Tages bearbeitet worden. Bisher möchte die Gagfah das Gesprächsprotokoll nicht weiter kommentieren, wie eine Sprecherin gegenüber dem Hamburger Abendblatt äußerte. [mehr » ]



    Mietobergrenzen für Sozialwohnungen: Neue Verwaltungsvorschrift vom Senat

    geschrieben am 21. September 2011

    Mit steigenden Mieten für einkommensschwache Mieter in Sozialwohnungen soll nun Schluss sein. Am Dienstag präsentierte der Berliner Senat die neue Verwaltungsvorschrift, laut welcher Vermieter von Sozialwohnungen mit einer Teilerlassung ihres mit der Wohnungsbauförderung ausgereichten Darlehens dazu verlockt werden sollen, bestimmte Mietobergrenzen nicht zu überschreiten.

    Vermieter von Sozialwohnungen sollen mit finanziellen Anreizen zu niedrigeren Mieten verlockt werden. Foto: Astrid Dehnel / pixelio.de

    Vermieter von Sozialwohnungen sollen mit finanziellen Anreizen zu niedrigeren Mieten verlockt werden. Foto: Astrid Dehnel / pixelio.de

    Sozial schwache Mieter sollen nun endgültig vor steigenden Mieten geschützt werden. Am Dienstag stellte die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) die neue Regelung zum Wohnraumgesetz vor, das noch vor der Sommerpause vom Abgeordnetenhaus verabschiedet wurde. Zu den bereits beschlossenen Härtefallregelungen, Kappungsgrenzen beim Eigentümerwechsel und den verlängerten Kündigungsschutzfristen kommen nun auch finanzielle Zugeständnisse an die Vermieter hinzu, wenn diese sich an bestimmte Mietobergrenzen für Sozialwohnungen halten. [mehr » ]



    Steigende Preise für Wohneigentum

    geschrieben am 20. September 2011

    Wer in Wohnungseigentum investieren will, muss weiterhin tief in die Tasche greifen. Die Tendenz der Immobilienpreise geht nach wie vor stark nach oben. Allein im vergangenen Jahr stieg der Kaufpreis für Wohnungen um 4,2 Prozent.

    Die Preise für Wohneigentum in Deutschland sind deutlich gestiegen. Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de

    Die Preise für Wohneigentum in Deutschland sind deutlich gestiegen. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

    Die Preisentwicklung für Immobilien aus dem Jahr 2010 zeigt, dass die Preise für Wohneigentum weiter gestiegen sind. Das bringt eine aktuelle GEWOS-Studie mit dem Titel „Preisentwicklung für Wohneigentum in Deutschland“ zutage, die vom Städtebauinstitut ifs in Auftrag gegeben wurde und die der „Welt Online“ vorliegt. Ermittelt wurden im Rahmen dieser Studie die durchschnittlichen Preise jeglicher Verkäufe von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in Deutschland. [mehr » ]