Heizkosten-Abrechnung: Für Winter 2010 drohen hohe Nachzahlungen

12. Oktober 2011 | von

Der lange, kalte Winter 2010 und die gestiegenen Energiepreise schlagen sich nun in der Heizkostenabrechnung nieder. Mieter in Deutschland müssen sich auf Nachzahlungen von bis zu 300 Euro gefasst machen. Besonders betroffen sind Besitzer von Ölheizungen.

Derzeit treffen bei vielen Mietern die Heizkostenabrechnungen für den letzten Winter ein und versetzen so manchem einen kleinen Schock. Aufgrund der gestiegenen Energiekosten und wegen des ungewöhnlich kalten Winters 2010 müssen zum Teil Nachzahlungen von bis zu 300 Euro gezahlt werden. Das berichtet die „Bild“-Zeitung auf der Grundlage einer Studie des Deutschen Mieterbundes (DMB). Die Zahlen des DMB beruhen auf repräsentativ ausgewählten Abrechnungen von rund 88.000 Wohngebäuden deutschlandweit.

Da sich vor allem für Heizöl enorm verteuert hat, sind von den hohen Nachzahlungen besonders die Besitzer von Ölheizungen betroffen. Die Studie des DMB hat ergeben, dass für eine 70 Quadratmeter große Wohnung mit Ölheizung durchschnittlich 850 Euro an Heizkosten gezahlt werden müssen. Das ergibt eine Erhöhung der Kosten von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wer in seiner Wohnung eine Erdgasheizung hat, zahlt im Durchschnitt 805 Euro und somit 2,5 Prozent mehr als noch im Winter 2009. Und auch die Heizkosten für Fernwärme sind gestiegen. Durchschnittlich 880 Euro zahlt ein Mieter für Fernwärme, immerhin 2,3 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Vorsicht vor falschen Abrechnungen

Doch auch wenn die Kosten so sehr gestiegen sind, sollte die Nachzahlung nicht blindlings getätigt werden. Nicht alle Heizkostenabrechnungen sind auch korrekt. Der Deutsche Mieterbund geht nach Schätzungen davon aus, dass jede zweite Abrechnung falsch ist. Nicht umsonst geht es in jeder dritten Rechtsberatung der Mietervereine um das Thema „Betriebskosten“. Sollten Sie an Ihrer Heizkostenabrechnung Zweifel haben, so zögern Sie nicht, diese von einem Experten überprüfen zu lassen.




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