Immobilienbewertungen sind beim Hauskauf unerlässlich

18. November 2011 | von

Immobilien gelten heutzutage als verlässliche Kapitalanlage. Doch den Wert und somit tatsächlichen Nutzen eines bebauten Grundstückes zu ermitteln, ist gar nicht so einfach. Aus diesem Grund werden Immobilienbewertungen und –schätzungen heute nicht nur beim geplanten Verkauf, sondern auch beim Erwerb von Häusern und Grundstücken immer essenzieller.

Wenn man heute sein Vermögen vernünftig anlegen möchte, erscheint der Kauf eines Hauses als sinnvolle Option. Doch nicht jede Immobilie ist ihr Geld auch wert, manche verursachen im Nachhinein sogar noch Kosten, die den Kaufpreis weit übersteigen. Zur Vermeidung solcher Fälle ist es empfehlenswert, eine Immobilienbewertung vornehmen zu lassen.

Der Zweck einer Immobilienbewertung ist es, den Marktwert einer Immobilie, also deren Verkehrswert an einem bestimmten Stichtag, vor dem Hintergrund des aktuellen Immobilienmarktes zu ermitteln. Das Verfahren ist durch juristische Vorschriften geregelt und wird von Gutachtern und Sachverständigen durchgeführt. Unter Berücksichtigung eigener Beobachtungen und Recherchen, vorhandener Unterlagen und der geltenden Wertermittlungsrichtlinien (WertV) analysieren diese den aktuellen Verkehrswert der Immobilie. Dies kann mit Hilfe dreier normierter Verfahren geschehen: Dem Vergleichswertverfahren, bei dem der Verkaufspreis mit dem von Grundstücken ähnlicher Wertigkeit verglichen wird, dem Ertragswertverfahren, bei dem man den zu erwartenden Ertrag des Gebäudes ermittelt und dem Sachwertverfahren, bei welchem der Sachwert der baulichen Anlage auf Grundlage von Bausubstanz, Räumlichkeiten etc. errechnet wird.

Auch eine Immobilienschätzung beinhaltet trotz der unpräzisen Begrifflichkeit „Schätzung“ komplexe mathematische Vorgänge, bei denen der Wert der Immobilie unter Zuhilfenahme von bestimmten Faktoren wie Größe, Zimmeranzahl, Lage oder dem aktuellen Zustand des Gebäudes analysiert und relativ genau festgelegt werden kann. Die Immobilienschätzung ist keine Wissenschaft, sollte dennoch von erfahrenen Gutachtern durchgeführt werden. Sie beschreibt nicht nur den aktuellen Wert der Immobilie, sondern schließt außerdem eine Prognose über zu erwartende Wertsteigerungen vor dem Hintergrund aktueller Marktdaten ein.

Für beide Verfahren gilt grundsätzlich: Je genauer die zugrunde liegenden Daten sind und je größer der Rechercheaufwand ist, desto präziser wird die Wertermittlung der Immobilie ausfallen. Und desto leichter fällt vielleicht auch die Entscheidung, sich endlich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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