Immobilien: Was wird neu in 2012?

12. Dezember 2011 | von

Auch zum Jahr 2012 stehen im Punkto Immobilienbesitz wie jedes Jahr tiefgreifende Veränderungen in Finanzierung, Förderung und Marktentwicklung an. Die wichtigsten Änderungen betreffen Steuern, KfW-Programme, Zins- und Preisentwicklungen.

Immobilieneigentümer müssen sich 2012 auf einige Änderungen einstellen. Die wichtigsten hier auf einen Blick:

Grunderwerbssteuer

Sowohl in Schleswig-Holstein (Januar 2012) als auch in Rheinland-Pfalz (März 2012) wird die Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5 Prozent der Kaufpreises angehoben. Laut Expertenmeinung haben diese gestiegenen Kaufnebenkosten allerdings keine negativen Auswirkungen auf die Rendite, handelt es sich um ein gut vermietbares Objekt in gutem Zustand.

Steuervereinfachung

Das Steuervereinfachungsgesetz erspart Besitzern bei der Vermietung eines Objekts an Familienangehörige ab Januar die Prognoserechnungen über die Gewinnerzielungsabsicht, die der Eigentümer bisher für die kommenden 30 Jahre aufstellen musste. Die Voraussetzung ist lediglich, dass ein üblicher Mietvertrag abgeschlossen wurde und die Höhe der vereinbarten Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete erreicht.

KfW: Wohneigentumsprogramm

Das Wohneigentumsprogramm der KfW (Programme 124/134) lohnt 2012 am meisten bei preiswerteren Immobilien. Der maximale Finanzierungsanteil der Gesamtkosten wird zwar von 30 Prozent auf 100 Prozent erhöht, maximale Fördersumme ist dabei allerdings nur noch 50.000 Euro (vorher 75.000 Euro). Davon profitieren Immobilien mit einem Kaufpreis bis zu 166.000 Euro, wie Manfred Hölscher der Baugeldvermittlung Enderlein gegenüber Baulinks.de errechnet.

KfW: Wohnraum Modernisieren

Das KfW-Programm Wohnraum Modernisieren (Nr. 141) fördert ab 2012 nur noch energetische Modernisierungsmaßnahmen. Es wird nicht mehr möglich sein, sonstige Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen über das Programm zu finanzieren. Das momentane Zinstief kann diese Lücke aber nach Auskunft von Hölscher schließen: Für Kreditsummen zwischen 5.000 und 60.000 Euro können spezielle Modernisierungs- und Energiedarlehen anderer Banken mögliche Alternativen darstellen.

KfW: Altersgerechter Umbau

Die Förderung altersgerechter Umbauten wird von der KfW nun doch weitergeführt. Ob die momentanen Modalitäten (verbilligte Zinssätze zwischen 1,00 und 1,56 Prozent; maximaler Kreditbetrag bei 50.000 Euro pro abgeschlossener Wohneinheit) beibehalten werden, ist derzeit noch unklar. Wer hiervon sicher profitieren will, muss seinen Antrag bis zum 16. Dezember 2011 gestellt haben.

Zinsen

Auch nach dem Allzeittief 2011 werden die Zinsen voraussichtlich erst einmal auf einem niedrigen Niveau bleiben. Konkrete Prognosen bezüglich der Konditionen sind allerdings aufgrund der Unsicherheit auf den Märkten kaum verlässlich zu stellen. Experten meinen aber, man könne von Darlehen mit Zinsen zwischen 3 und 4 Prozent ausgehen.

Immobilienpreise

„Die Unsicherheit an den Märkten wird dafür sorgen, dass Privatpersonen und Investoren gleichermaßen in Sachwerte investieren“, vermutet Hölscher. Stimmt die Prognose, dürften aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage auch die Immobilienpreise weiter ansteigen.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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