BBSR: Regionale Entwicklung der Wohnungs- und Immobilienmärkte positiv

21. Dezember 2011 | von

Als differenziert und dynamisch bezeichnet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rückblick auf 2011 die regionalen Tendenzen der Immobilien- und Wohnungsmärkte in Deutschland. Die Entwicklungen geben Anlass zu positiven Prognosen für die Zukunft.

Im aktuellen Wohnungs- und Immobilienmarktbericht 2011 zeichnet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ein positives Bild von der Lage in Deutschland: Seit 2010 verbessert sich die Situation bezüglich Mieten, Baugenehmigungen, Baufertigstellungen Immobilientransaktionen und –preisen. Gründe für die gute Entwicklung sind unter anderem die allgemeine Stabilisierung der Einkommen, historisch niedrige Bauzinsen, Anreize durch staatliche Programme zur Gebäudesanierung und eine erhöhte Wohnungsnachfrage in florierenden Regionen. Nach der Wirtschaftskrise mauserten sich Immobilien zudem zur gefragten Anlageform. Dies lässt die Prognose zu, dass auch 2012 die Entwicklungen auf den Märkten in eine vorteilhafte Richtung gehen werden.

Sichtbar ist nach Datenlage des BBSR die regionale Spaltung der Mietmärkte. Seit einigen Jahren zeichnet sich die Tendenz ab, dass in den ohnehin kostspieligen süd-, nord- und westdeutschen Wachstumsregionen – beispielsweise Frankfurt/Main, München oder Hamburg – die Mieten massiv ansteigen, was einen Mangel an Wohnraum im Niedrigpreissegment nach sich zieht. Andererseits zieht diese Entwicklung lukrative Investoren an, welche den Neubaumarkt beleben.

In weniger beliebten Regionen stagnieren die Mietpreise aufgrund mangelnder Nachfrage. Leerstände oder Wohnungs- und Gebäudeabrisse sind die Folge, ebenso wie eine Verminderung der Bauinvestitionen. Besonders betroffen sind das Ruhrgebiet, große Teile Ostdeutschlands und Teile Niedersachsens sowie Nord- und Ostbayerns. Besonders Geschosswohnbauten älteren Datums abseits großer Städte laufen Gefahr, wegen fehlendem Interesse von Mietern und Investoren zu verkommen: Es droht Sanierungsstau mangels Rentabilität oder finanzieller Rücklagen.

Außerordentlich begehrt ist nach wie vor das selbstgenutzte Wohneigentum: 43,2 % der Haushalte leben in den eigenen vier Wänden. Die meisten Transaktionen und Investitionen betrafen aber auch hier Bestandsimmobilien. Grund dafür ist unter anderem der einsetzende Generationswechsel der Immobilienbesitzer.




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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