KfW: Förderprogramm „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ startet am 1. Januar

3. Januar 2012 | von

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) startet am 1. Januar 2012 ein neues Förderprogramm für denkmalgeschützte Wohngebäude. „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ soll die energetische Sanierung auch für Denkmalhäuser vereinfachen. Auch die Programme für Barrierearmut werden erweitert.

KfW weitet 2012 die Förderprogramme aus. Foto: KfW

KfW weitet 2012 die Förderprogramme aus. Foto: KfW

Die Förderung für Sanierungen von Wohngebäuden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird ab 1. Januar 2012 mit einem Programm erweitert: „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ ist für die energetische Modernisierung denkmalgeschützter Wohngebäude ausgelegt. Gerade bei Häusern mit Denkmalschutz, die also über historisch relevante oder architektonisch ausgefallene Fassaden verfügen, gestaltet sich der energetische Umbau oft kompliziert, was sich auch auf den finanziellen Aufwand auswirkt. Doch auch diese Gebäude sollen im Sinne des Klimaschutzes saniert werden.

Zweiter Fokus der KfW in 2012: Barrierefreiheit. Ebenso wichtig wie das Engagement gegen den Klimawandel sind die Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt. Der neu eingeführte Förderstandard „Altersgerechtes Haus“ ist auf die Modernisierung mit dem Ziel der Barrierearmut ausgelegt. Darunter fallen Maßnahmen wie die Verbreiterung von Wohnungsfluren, das Umbauen von Bädern, der Einbau von Aufzügen oder Anbau von Balkonen und andere Umbauten, die Barrieren abbauen. Auch das bewährte Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ wird von der KfW mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fortgeführt.

Auch „Energieeffizientes Sanieren“ wird weitergeführt

Auch das Programm „Energieeffizient Sanieren“ wird mit eigenen Mitteln weitergeführt. Statt eines zinsgünstigen Kredits mit einem aktuellen Effektivzinssatz von 1 % in allen Laufzeiten können hier private Bauherren mit maximal zwei Wohneinheiten auch einen Investitionszuschuss von bis zu 20% der Investitionssumme (max. 15.000 EUR) beantragen. Die Begleitung durch einen Energieberater bei einer energetischen Sanierung wird ab sofort in Höhe von 50 % der Kosten, maximal mit 4.000 Euro statt bisher 2.000 Euro unterstützt.

KfW setzt auf Zukunftsfähigkeit des Wohnbestandes

„Mit der Weiterentwicklung der wohnwirtschaftlichen KfW-Programme wollen wir dazu beitragen, den Wohnungsbestand nachhaltig zukunftsfähig zu machen. Die energetische Sanierung ist dabei ein zentrales Element, denn damit können wir nicht nur die Wohnqualität verbessern, sondern nicht zuletzt auch dem Klimawandel wirksam entgegenwirken. Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Förderung bleibt der Abbau von Barrieren in unseren Häusern und Wohnungen. Unser Ziel muss es sein, dass Menschen jeden Alters, besonders ältere Menschen, ohne unnötige Barrieren darin wohnen und auch möglichst lange verbleiben können. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung liegt der Schlüssel hierfür in der Sanierung des Wohnungsbestandes und der Anpassung an individuelle Wohnbedürfnisse“, betont Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. „Die KfW gibt nicht nur finanzielle Anreize, sondern definiert auch Standards, welches Zielniveau ein Gebäude mit einer energetischen oder barrierereduzierten Modernisierung erreichen kann. Damit wird den Bauherren eine gute Orientierung gegeben.“




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Über Sabine Wagner

Sabine Wagner ist Mitglied der immobilo-Redaktion
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