Die Immobilie als Vermögenssicherung

16. Januar 2012 | von

In Zeiten der Finanzkrise suchen Menschen mit Vermögen verzweifelt nach sicheren Anlagemöglichkeiten. Die Kapitalanlage in Sachwerte gilt vor allem hinsichtlich der Ängste einer Inflation als sicher. Die Anlage in eine Immobilie ist daher momentan sehr beliebt. Hauptsächlich Immobilien in Toplagen sind stark nachgefragt.

Immobilien sind zurzeit gefragte Kapitalanlage - ob für Eigennutz oder zur Vermietung

Immobilien sind zurzeit gefragte Kapitalanlage - ob für Eigennutz oder zur Vermietung. Foto: istockphoto

Die Kapitalanlage auf Aktienmärkten kommt aufgrund des ständigen Abfalls des DAX für die meisten Menschen nicht mehr infrage: Es scheint zu unsicher. Die Ängste einer Euro-Pleite treiben immer mehr Menschen zur Kapitalanlage in eine Immobilie. Der deutsche Immobilienmarkt wird von Experten als sehr stabil gegenüber den Märkten in anderen Ländern eingeschätzt. In den USA hingegen hatte zum einen die leichtsinnige Kreditvergabe an Privatpersonen und zum anderen die niedrigen Zinsen zu einem beinahen Absturz der Weltwirtschaft geführt. Auf dem deutschen Markt werden Immobilienkredite jedoch noch sehr traditionell finanziert, wodurch weniger Risiko entsteht. Unter den Anlegern hat sich die Zahl der reinen Kapitalanleger deutlich vergrößert. Es sind nicht mehr nur Familien, die eine Immobilie zur Eigennutzung erwerben, sondern auch viele Privatpersonen, die eine Immobilie als reine Kapitalanlage nutzen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es nun doppelt so viele Kapitalanleger. Zu dieser Veränderung am Markt führten hauptsächlich momentan sehr günstige Angebote für Immobilienkredite.

Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen, Reihenhäusern und Einfamilienhäusern steigt derzeit in ungeahnte Höhen: Makler haben keine Probleme Immobilien zu vermitteln, sondern haben eher das Problem neue Immobilien zur Vermittlung zu finden, auch auf den bekannten Immobilienportalen werden unermesslich viele Suchanfragen verzeichnet. Doch die gewaltige Nachfrage bringt auch Nachteile mit sich, denn durch diese steigen auch die Preise rasanter als je zuvor – die Märkten in vielen Metropolregionen sind sichtlich überhitzt, die Kaufpreise in München stiegen beispielsweise um satte 8 Prozent. Für eine Doppelhaushälfte mit 125 Quadratmeter Fläche kann in München mittlerweile mit rund 680.000 Euro gerechnet werden, in anderen Teilen Bayerns kann eine gleichwertige Immobilie für mehr als die Hälfte erworben werden. Da die Kaufpreise in vielen Städten stärker als die Mieten gestiegen sind, können Käufer bei solch überhitzten Märkten sogar ein Verlustgeschäft machen.




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