Energiekosten 2012 gestiegen

20. Januar 2012 | von

Zum Jahresbeginn 2012 haben zahlreiche Energieversorger ihre Preise angezogen, weshalb die Energiekosten in Deutschland auch 2012 wieder leicht gestiegen sind.

Auch in diesem Jahr ziehen die Energiepreise an

Auch in diesem Jahr ziehen die Energiepreise an. Foto: istockphoto

Der Jahreswechsel scheint für viele Unternehmen Anlass, aktive Preispolitik zu betreiben, was meist schlicht eine Anhebung der Preise für Verbraucher bedeutet. Das trifft auch auf die Energiepreise in Deutschland zu: Zahlreiche Energieversorger haben zum Jahreswechsel ihre Preise erhöht, womit die durchschnittlichen Kosten für Energie in Deutschland 2012 erneut angestiegen sind. Das ist das Ergebnis des Verivox Verbraucherpreisindexes, der die Strom- und Gaspreise von 2011 und 2012 gegenüberstellt.

Anbieterwechsel in Erwägung ziehen

Aus dem Index des Verbraucherprotals für Energie und Telekommunikation Verivox ergibt sich bezogen auf die Strompreise ein durchschnittlicher Preis für Januar 2012 von 24,57 Cent je Kilowattstunde. Als Durchschnittswert wird dieser Strompreis aus den Werten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh errechnet, was im Jahr Stromkosten von 983 Euro bedeutet. Im Vergleich zum Jahr 2011 ist damit eine Erhöhung um beinahe ein Prozent zu verzeichnen. 2011 betrug der Preis pro Kilowattstunde noch 24,34 Cent. Betrachtet man jedoch den Jahreswechsel 2010/11, bei dem die Strompreise Anfang 2011 um durchschnittlich sieben Prozent erhöht wurden, kann in 2012 von einer mäßigen Erhöhung gesprochen werden.

Das Online-Portal verivox.de bezeichnet einen Vergleich der Stromanbieter für sinnvoll und rät, zu prüfen, ob sich ein Anbieterwechsel lohnt. Wer seinen Anbieter seit Vertragsabschluss nicht gewechselt hat, der hat wahrscheinlich noch einen Grundversorgungstarif des jeweils zuständigen örtlichen Grundversorgers. In solch einem Tarif betragen die Kosten für denselben jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh mit 1045 Euro deutlich mehr.

Treue kann sich lohnen

Bei den Gaspreisen lässt sich ein ähnlicher Trend beschreiben. Betrug der Gaspreis je Kilowattstunde für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWH für Heizgas 2011 noch 6,21 Cent, so muss 2012 mit 6,45 Cent gerechnet werden. Das bedeutet einen Anstieg des durchschnittlichen Gaspreises um 0,4 Prozent. Im Vergleich zu Stromanbietern zeigt sich bei den Gasanbietern hingegen, dass Treue zum Anbieter in diesem Falle belohnt werden kann. So können Verbraucher, die den Versorger seit Vertragsabschluss nicht gewechselt haben zuweilen mehrere Hundert Euro im Jahr sparen, so das Verbrauchsportal. Im Gasbereich sei vor allen Dingen die Beschaffungsstrategie maßgebend für die Preispolitik der jeweiligen Anbieter, weshalb es zu deutlichen Preisdivergenzen komme.





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