Professionelle Immobilienbewertung durchaus sinnvoll

26. Januar 2012 | von

Wenn eine Immobilie erworben oder auch verkauft werden soll, sollte zuvor eine Immobilienbewertung durchgeführt werden. Diese gibt den künftigen Besitzern oder den Verkäufern Aufschluss darüber, welchen Wert eine Immobilie am Markt tatsächlich erzielen kann. Oft spielen hier viele Faktoren eine Rolle, bespielsweise ob die Immobilienberatung in Paderborn oder in einer Metropole wie Berlin stattfinden soll. Die Immobilienbewertung soll damit aufzeigen, ob der angebotene Kaufpreis überhaupt gerechtfertigt ist bzw. welcher Kaufpreis am Markt realisiert werden kann.

Immobilienberatung: Wichtig für Hausbesitzer und -interessenten. Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de

Immobilienberatung: Wichtig für Hausbesitzer und -interessenten. Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Natürlich kann eine Immobilienbewertung auch außerhalb von Kauf- oder Verkaufsabsichten in Frage kommen. So wird eine entsprechende Bewertung benötigt, wenn eine Zwangsversteigerung durchgeführt werden soll, wenn die Immobilie in die Bilanz mit eingerechnet werden muss oder wenn eine Hypothek auf sie aufgenommen werden soll. Selbst die Versicherungswerte können erst durch eine professionelle Immobilienbewertung ermittelt werden.

Drei Verfahren zur Bewertung

Derzeit stehen drei verschiedene Bewertungsverfahren in Deutschland zur Auswahl:

• Vergleichswertverfahren
• Sachwertverfahren
• Ertragswertverfahren

Diese werden am häufigsten eingesetzt, rechnen aber mit unterschiedlichen Faktoren für die Immobilienbewertung. So nutzen die Experten beim Vergleichswertverfahren andere Grundstücke und Immobilien, die der zu bewertenden Immobilie ähneln, um deren Wert zu ermitteln.

Beim Sachwertverfahren hingegen wird zunächst der Bodenwert, also der Wert des Grundstücks ermittelt. Anschließend erfolgt die Bewertung der baulichen Anlagen. Beide Bewertungen erfolgen getrennt voneinander und werden erst zum Schluss aufaddiert.

Das Ertragswertverfahren schließlich rechnet den Bodenwert einer Immobilie mit ein und berücksichtigt darüber hinaus die Mieteinnahmen, die mit der Immobilie langfristig erzielt werden können.

Weitere Bewertungsverfahren

Natürlich gibt es noch weitere Verfahren zur Immobilienbewertung. Diese finden allerdings vorwiegend im internationalen Gebrauch ihre Verwendung. Zu ihnen zählen:

• Discounted Cash Flow Methode, kurz DCF
• Monte-Carlo-Simulation
• Appraisal Approach
• Residualwertverfahren

Diese Formen der Immobilienbewertung sind in Deutschland nur selten zu finden, weshalb sie in der Wertermittlungsverordnung auch nicht geregelt bzw. gesondert benannt sind. Dennoch ist es wichtig, dass ein professionelles Unternehmen für die Immobilienbewertung sich genauso mit diesen Verfahren auskennt, insbesondere, wenn eine Immobilie für potenzielle ausländische Käufer bewertet werden soll.




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